T-Systems streicht 3000 Stellen – Kündigungsschutz vereinbart

13. August 2009, 09:21
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Der IT-Outsourcer streicht in Deutschland bis Ende 2010 in den Bereichen Systems Integration und ICT Operations 3000 Arbeitsplätze. T-Systems Schweiz nicht betroffen.

Der IT-Outsourcer streicht in Deutschland bis Ende 2010 in den Bereichen Systems Integration und ICT Operations 3000 Arbeitsplätze. T-Systems Schweiz nicht betroffen.
Anfang Mai berichtete 'Financial Times Deutschland', dass der deutsche IT-Dienstleister T-Systems bis Ende Jahr in Deutschland über 3000 Stellen abbauen will. Das Unternehmen streicht zwar jedes Jahr viele Jobs, doch diesmal wurden umfassende betriebsbedingte Kündigungen befürchtet. Wie 'FTD' damals berichtete.
Dazu kommt es nun aber zumindest vorerst nicht. Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretungen haben gestern einen Kündigungsschutz bis Mitte 2012 vereinbart. Die 3000 Stellen sollen ab jetzt bis Ende 2010 gestrichen werden.
Wie T-Systems-Sprecherin Martina Weidmann in einem E-Mail an inside-it.ch schreibt, umfasst der Personalumbau nur Deutschland. Die Schweizer Niederlassung von T-Systems war allerdings schon Anfang Jahr von einer Verlagerung von 180 Jobs betroffen.
Wettbewerbsfähigkeit verbessern
Der Umbau bei T-Systems Deutschland betrifft vor allem die Bereiche Systems Integration (Programmierung und Entwicklung) sowie ICT Operations (Rechenzentren und Netze). Zur Anwendung kommen verschiedene "freiwillige Instrumente": Weiterqualifizierung interner und Ersatz freier Mitarbeiter; Vermitteln einer neuen Stelle; ein zeitlich begrenztes Abfindungsprogramm sowie die schon geltenden Regelungen zur Frühpensionierung oder zur "Altersteilzeit" für Beamte und Angestellte. Angestellte, die bis Ende des Jahres keine alternative Beschäftigungsmöglichkeit gefunden haben, können für eine befristete Zeit in eine Transfergesellschaft wechseln, die T-Systems gemeinsam mit Vivento, dem Personaldienstleister der Deutschen Telekom, einrichtet. Dort sollen die Angestellten bei der Suche nach einem neuen Arbeitsverhältnis unterstützt werden.
Mit dem Stellenabbau soll die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Outsourcers verbessert werden, schreibt T-Systems in einer Mitteilung. T-Systems kämpft seit Jahren mit sinkenden Umsätzen in Deutschland, während das internationale Geschäft gut läuft. Die Mitarbeiterzahlen im Inland gehen kontinuierlich zurück, während sie ausserhalb Deutschlands, wo T-Systems Wachstumschancen ortet, steigen. (Maurizio Minetti)

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