US-Konsumenten­schutz rügt Oracle harsch

22. Dezember 2015, 16:26
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Der staatliche Konsumentenschutz der USA, Federal Trade Commission (FTC), rügt Oracle massiv.

Der staatliche Konsumentenschutz der USA, Federal Trade Commission (FTC), rügt Oracle massiv. Grund der Rüge sind bekannte Sicherheitsprobleme mit der Consumer-Version von Java SE. Weil der Update-Prozess von Java ältere Versionen der Software auf PCs nicht automatisch entfernt, können diese unbemerkt auf einem PC bleiben und eine gravierende Sicherheitslücke darstellen.
Oracle hat den Java-Installer zwar im August 2014 geflickt. Das Problem war allerdings seit 2010 bekannt. Doch die FTC wollte ein aktiveres Verhalten von Oracle und hat den hochprofitablen Software-Riesen deshalb verklagt. Nun haben sich Oracle und die FTC geeinigt und zwar zu ungunsten von Oracle.
Oracle muss nun PC-User während dem Update-Prozess darüber informieren, dass man ältere Java-Versionen unbedingt entfernen soll. Und der Hersteller muss PC-Usern auch gleich ein Werkzeug dafür zur Verfügung stellen. Ausserdem muss Oracle jegliche täuschende ("deceptive") Äusserungen bezüglich der Sicherheit von Java unterlassen.
Interessante Kommentare weisen darauf hin, warum Oracle es so lange unterlassen hat, die Update-Installier-Software zu verbessern. Java hat ein bekanntes Problem mit Rückwärts-Kompatibilität. Entfernt man eine ältere Version, funktionieren oft installierte Programme nicht mehr.
Der Entscheid der FTC muss noch eine 30-tägige Vernehmlassung überstehen. (hc)

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