USA und Russland: Erste Cybercrime-Verhandlungen nächste Woche

7. Juli 2021 um 11:53
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Ranghohe Vertreter beider Seiten sollen über Ransomware- und Spionage-Angriffe reden.

Sprecher der US-Regierung haben ein Treffen mit ranghohen russischen Regierungsvertretern zu Cyberattacken angekündigt. Dieses soll schon kommende Woche stattfinden. Die beiden Regierungen haben damit eine Vereinbarung, welche die Regierungschefs Joe Biden und Vladimir Putin Mitte Juni in Genf getroffen haben, sehr schnell umgesetzt.
Für unmittelbaren Gesprächsstoff könnte dabei der grossangelegte Angriff der Ransomware-Bande REvil auf den Softwarehersteller Kaseya und dessen Kunden sorgen, der bis zu 1500 Unternehmen in Mitleidenschaft gezogen haben könnte. 
Die Frage ist natürlich, ob bei den Gesprächen auch konkrete Massnahmen im Kampf gegen die Cyberkriminalität herauskommen werden. Griffige Massnahmen gegen Cyberkriminelle in Russland würden nicht nur US-Unternehmen und -Organisationen, sondern Unternehmen weltweit sicherer machen.
Die Biden-Regierung scheint beim Treffen einen harten Standpunkt einnehmen zu wollen. "Wenn die russische Regierung nicht gegen in Russland lebende kriminelle Akteure vorgehen kann oder will, werden wir selbst Massnahmen ergreifen oder uns das Recht vorbehalten, Massnahmen zu ergreifen", sagte die Sprecherin des Weissen Hauses Jen Psaki, ohne aber zu verraten, worüber beim ersten Treffen genau diskutiert werden soll.



Die russische Gegenseite ihrerseits betont immer wieder, dass es auch Cyberangriffe westlicher Akteure auf russische Einrichtungen gebe. Zudem seien die angeblich russischen Cyberkriminellen nicht wirklich in Russland ansässig. Da die Positionen weit auseinander liegen, wäre es wohl schon ein Erfolg der Verhandlungen, wenn beim ersten Treffen zumindest weitere Zusammenkünfte vereinbart würden.

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