Die neue App der Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) verzeichnet einen holprigen Start. Zürimobil ist aus dem Innovations-Lab der VBZ entstanden und wurde gemeinsam mit der städtischen Dienstabteilung Verkehr, dem Tiefbauamt und dem IT-Dienstleister Hacon entwickelt. Eine frühere, freihändige
Vergabe an den Wiener IT-Dienstleister Upstream haben die VBZ nach einer Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich zurückgezogen.
Zum Zug kam schliesslich das Siemens-Unternehmen Hacon. Der Zuschlag belief sich auf 1,6 Millionen Franken. Die App bietet neben den üblichen Fahrplaninformationen auch Karten mit Fuss- und Velowegen sowie Services von Drittanbietern.
Zum Start im August 2020 waren der E-Scooter-Vermieter Tier, der Velo-Sharing-Dienst Publibike und das Car-Sharing-Angebot Mobility dabei. Ziel sei es, so die VBZ zum Start der App, das Angebot laufend auszubauen. Als ein Beispiel wurden Ladestationen für E-Autos genannt.
Dieses Ziel sei nicht erreicht worden, wie der 'Tages-Anzeiger' schreibt. Nach wie vor seien nur die anfänglichen drei Drittanbieter über die App verfügbar. Auch die Möglichkeit direkt aus der VBZ-App deren Services zu buchen, gebe es nicht, dies müsse über die entsprechende App des Anbieters gemacht werden.
Ein weiteres Ziel der VBZ – 100'000 Nutzer – konnte nicht erreicht worden, heisst es weiter. Die Verkehrsbetriebe machen
auf Anfrage des 'Tages-Anzeigers' keine Angaben zu den Usern. Der App Store von Google nennt "1000+ Installationen"; die Zahlen bei Apple dürften in einem ähnlichen Bereich liegen.
Aufgrund der Corona-Pandemie habe die Mobilität in der Bevölkerung einen tieferen Stellenwert als sonst, wird eine VBZ-Sprecherin beim 'Tages-Anzeiger' zitiert. Angesichts der Pandemie sei man über das bisherige Resultat nicht enttäuscht. Das Projekt werde weiterentwickelt. Weitere Informationen dazu wolle man im Frühjahr liefern. Im August 2020 erklärten die VBZ, man hoffe im Frühling ein Update veröffentlichen zu können.
Dann wolle man auch ein Taxiunternehmen an Bord haben.