vCloud in der Schweiz: Zuerst Deutschland

4. Juni 2014, 12:01
  • cloud
  • vmware
image

VMware wird ihr eigenes, "hybrides" Cloud-Angebot auch in der Schweiz anbieten. Aber noch sind viele Fragen offen.

VMware wird ihr eigenes, "hybrides" Cloud-Angebot auch in der Schweiz anbieten. Aber noch sind viele Fragen offen.
"Gut besucht" ist als Beschreibung für das gestrige vForum in Regensdorf eine Untertreibung. Man stand sich gestern Morgen an der Hausmesse des Virtualisierungsspezialisten VMware und seiner Partner regelrecht auf die Füsse. Als Keynote-Speaker holte der Software-Hersteller den ehemaligen Gartner-Mann Brian Gammage auf die Bühne, der heute als 'Chief Market Technologist' für VMware weibelt. Spricht die Konkurrenz noch von "Software Defined Network" und "Software Defined Datacenter" so ist Gammage einen Schritt voraus. Seine Rede handelte vom "Sofware Defined Enterprise". Ein solches "Software Defined Enterprise" werde endlich in der Lage sein, mindestens die Hälfte der IT-Investitionen in Innovation statt - so wie heute - den Löwenanteil in den blossen Betrieb der IT-Infrastruktur zu stecken, versprach Gammage. Ein "Software Defined Enterprise" werde in der Lage sein, nicht mehr nur Server als einfach aus einem Pool zu beziehende Ressourcen zu definieren. In Zukunft werde man ganze virtuelle Rechenzentren aus öffentlichen, privaten oder gemischten Clouds beziehen können, so die euphorisch vorgetragene Aussage.
Gammage kündete unter anderem ein interessantes künftiges Produkt von VMware an: Disaster Recovery as a Service ("DRaaS"). Das und andere Services aus VMwares vor einem Jahr angekündigter "vCloud" wird es allerdings in der Schweiz nicht so bald geben. VMware wird sein Hybrid-Cloud-Angebot zuerst in grossen Märkten wie Grossbritannien, Deutschland und Frankreich anbieten, so Gammage am Rande der Veranstaltung zu inside-it.ch. Wann und in welcher Form es die "vCloud" auch in der Schweiz geben wird, ist noch unklar, sagte auch VMware-Schweiz-Chef Othmar Bienz. Insbesondere ist noch offen, ob VMware in der Schweiz eigene Cloud-Infrastrukturen aufbauen wird, oder ob man ausschliesslich mit Partnern zusammenarbeiten will. Auch "White-Label"-Lösungen, bei denen die Services von Partnern angeboten werden, sind denkbar, so Gammage.
Heftiger Druck auf IT-Abteilungen
Dass der Druck auf die IT-Verantwortlichen steigt, ihre Services nicht nur günstiger, sondern auch flexibler anzubieten, ist unbestritten. Eine von VMware finanzierte Umfrage unter 1'800 IT-Verantwortlichen im EMEA-Raum bestätigt dies. 69 Prozent der Befragten sagten, sie stünden unter Druck, die IT zu modernisieren. Die Prioritäten dieser Unterfangen sind klar: 50 Prozent nennt Kostenreduktion, 43 Prozent die Verbesserung der Mobilität der Mitarbeitenden und 40 Prozent die Verlagerung der Infrastruktur in eine Cloud. (hc)

Loading

Mehr zum Thema

image

Zürcher Datenschützerin zum Cloudeinsatz: "Der Regierungsratsbeschluss ändert gar nichts"

Bei Dominika Blonski häufen sich seit dem Frühling Anfragen von Behörden zur Cloudnutzung. Im Gespräch sagt die Datenschützerin: "Ich weiss nicht, was die Absicht der Zürcher Regierung war."

publiziert am 30.9.2022 7
image

Edöb: "Vertrauen Behörden nur auf private Gutachten, können sie sich eine blutige Nase holen"

Der Eidgenössische Datenschützer kritisiert Anwaltskanzleien, die Behörden beim Einsatz von US-Cloud-Diensten Sicherheit versprechen. Im Interview schildert Adrian Lobsiger seine Sicht.

publiziert am 28.9.2022 3
image

Public Cloud: Der Bund hat Verträge mit Hyperscalern unterzeichnet

Da noch ein Gerichtsverfahren hängig ist, können die Ämter noch keine Cloud Services im Rahmen der 110 Millionen Franken schweren WTO-Beschaffung beziehen.

publiziert am 27.9.2022 1
image

Basler Datenschützer sieht Cloud-Gutachten kritisch

Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung bedeute der Entscheid aus Zürich nicht, dass der Gang in die Cloud unproblematisch sei, findet der kantonale Beauftragte in Basel-Stadt.

publiziert am 26.9.2022