Verschwiegenheit nach Ausfall: US-Blackberry-User sauer

20. April 2007, 10:34
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Vom Dienstagabend an bis am Mittwochmorgen fiel diese Woche das BlackBerry-Netzwerk in Nordamerika mehrere Stunden lang aus.

Vom Dienstagabend an bis am Mittwochmorgen fiel diese Woche das BlackBerry-Netzwerk in Nordamerika mehrere Stunden lang aus. Geschätzte fünf Millionen User hatten dadurch keinen Zugang zu ihrem mobilen Mail und anderen BlackBerry-Services.
Während die Störung an sich für den BlackBerry-Anbieter RIM schon peinlich genug war, sind nun Anwender, vor allem aus Unternehmen, verärgert über die Kommunikationspolitik des Unternehmens nach dem Ausfall wie einige US-Medien berichten. RIM hatte erst im Laufe des gestrigen Tages damit begonnen, vertraulich einige Netzwerkbetreiber zu informieren, und gab erst gestern Nacht ein offizielles Statement ab. Auch dieses ist allerdings nicht sehr aufschlussreich: Das Problem sei von einem "nicht-kritischen" Softwareupdate verursacht worden, den man nicht genügend getestet habe, und solle damit einmalig sein. Man sei aber noch dabei, weitere Untersuchungen vorzunehmen.
IT-Administratoren in Unternehmen hätten vor allem gerne einiges schneller gewusst, ob der Ausfall sich wiederholen könnte. Nachdem RIM so lange mit einer Aussage gewartet hat, scheint das Vertrauen etwas erschüttert: Bei einigen herrscht nun der Eindruck, dass RIM es gar nicht zugeben könnte, wenn ein grundsätzlicheres Problem bestünde.
Die Störung dürfte, so glauben viele Experten, ihren Ursprung im nordamerikanischen Rechenzentrum von RIM entstanden sein. Dieses ist in einem Ort in Kanada mit dem ominösen Namen Waterloo beheimatet. (hjm)

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