VR-Markt profitiert von Corona-Pandemie

30. Juli 2020 um 13:59
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Insbesondere die Facebook-Tochter Oculus konnte laut Marktforschern profitieren. Der AR-Markt allerdings stottert.

Der Umsatz mit Hard- und Software in den Bereichen Virtual und Augmented Reality (XR) für Consumer wird im Jahr 2020 laut Marktforschern auf 6,9 Milliarden anwachsen. Frühere Schätzungen von Superdata gingen von einem Jahresumsatz von 6,3 Milliarden Dollar aus.
Nicht ganz die Hälfte des XR-Umsatzes werde von Virtual Reality generiert. Der Umsatz mit VR-Hardware und -Software werde von geschätzten 3,2 Milliarden Dollar im laufenden Jahr auf 6,2 Milliarden Dollar im Jahr 2023 steigen, so die Prognose von Superdata.
Beliebte VR-Headsets seien im zweiten Quartal 2020 nur noch schwer zu bekommen gewesen, da aufgrund der Covid-19-Pandemie die Lieferketten unterbrochen waren und gleichzeitig die Nachfrage nach In-Home-Entertainment stieg. Superdata geht davon aus, dass die starke Nachfrage anhalten wird. In Kombination mit neuer Hardware, die für die zweite Jahreshälfte erwartet wird, werde der VR-Hardwareumsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigen.
Trotz Lieferengpässen habe sich im 2. Quartal die Oculus Quest gut verkauft. Der Absatz des VR-Headsets der zu Facebook gehörenden Firma habe jenen der Playstation VR übertroffen, die zuvor über mehrere Quartale hinweg das bestverkaufte Headset gewesen sei, schreibt Superdata. Die Marktforscher gehen davon aus, dass die Quest bis mindestens Ende 2021 das meistverkaufte VR-Headset bleiben wird.
Im Gegensatz zu den Zahlen im VR-Markt revidieren die Marktforscher die Zahlen im Bereich Augmented und Mixed Reality (AR/MR) nach unten. Bis 2023 würden AR/MR-Headsets nur etwa ein knappes Viertel der XR-Hardware-Einnahmen generieren. Frühere Prognosen gingen von einem Anteil von über 35% aus. Bei Magic Leap beispielsweise sei es zu Massenentlassungen gekommen, da das Unternehmen weder Consumer begeistert noch Entwickler gefunden habe, die Software für Endkunden entwickeln. Das Unternehmen konzentriert sich nun auf den B2B-Bereich. 

Starkes Wachstum auch im B2B-Markt

In einem PwC-Bericht von 2019 hiess es, dass bis 2030 AR und VR an 23,5 Millionen Arbeitsplätzen weltweit zum Einsatz kommen wird, etwa für Schulungen, Besprechungen oder für die Kundenbetreuung. Einem aktuellen Bericht von ARtillery Intelligence heisst es, der Markt für in Unternehmen eingesetzte VR werde von 829 Millionen Dollar im Jahr 2018 auf 4,3 Milliarden Dollar im Jahr 2023 anwachsen.
Kürzlich hat beispielsweise Facebook eine Version des VR-Headsets Quest vorgestellt, die sich für Unternehmen eignet. In der Schweiz entwickeln eine Reihe von Firmen Software für AR-Anwendungen im Unternehmensumfeld, darunter Netcetera, Zühlke oder Ergon.

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