Zusammen mit Magic Leap will CSS die Physiotherapie verbessern.
CSS wagt sich in die Welt der Mixed Reality. Als erster Versicherer weltweit arbeite man mit dem Brillen-Hersteller Magic Leap zusammen, meldet das Unternehmen.
Das Resultat der Zusammenarbeit des interdisziplinären CSS Health Lab-Teams mit Magic Leap, ETH Juniors und Physiotherapeuten: ein Prototyp eines Mixed-Reality-Physio-Coaches.
Die Zusammenarbeit mit dem viel bejubelten Brillen-Unicorn hängt wohl damit zusammen, dass Magic Leap seit einiger Zeit
in Zürich und Lausanne präsent ist. "Das stimmt", bestätigt Christina Wettstein, Leiterin Media Relations bei CSS auf Anfrage.
Dieser neuartige, virtuelle Coach soll zweifach nützlich sein: Erstens dem brillentragenden Patienten helfen, seine physiotherapeutischen Übungen zuhause richtig zu machen. Und zweitens soll er den Patienten beflügeln, wenn die Motivation im Keller ist und Netflix lockt.
Der Physio-Coach ist noch ein Prototyp. Das liegt unter anderem daran, dass Magic Leap zwar viel Aufmerksamkeit generiert, aber kein marktreifes Produkt hat. Es seien zudem, so Wettstein, auch klinische Studien geplant, um speziell den Motivationsaspekt zu verbessern.
So ist auch noch nicht klar, wann der Coach markttauglich wird. "Wir rechnen damit, dass Kunden den virtuellen Coach in rund zwei bis drei Jahren nutzen können", so Wettstein. Und wird CSS ihren Kunden dann eine Magic-Leap-Brille finanzieren? Wettstein lacht und sagt, das wisse man noch nicht.
Ganz unabhängig davon und nicht direkt vergleichbar beschäftigen sich manche Schweizer Physiotherapeuten selbständig mit Hololens und HTC-Vive-Brillen. Es gibt auch Games aus dem Grenzbereich Fitness-Therapie, welche Physiotherapeuten unter gewissen Umständen nennen: SPARC, Knockout League, Holopoint und Sprint Vector lauten Stichworte.
Am Digitaltag vom 25. Oktober 2018 kann die CSS-Magic-Leap-Brille am Hauptbahnhof Zürich getestet werden. (mag)