Weko eröffnet Untersuchung gegen Glasfaser-Ausrüster

16. Januar 2020 um 15:17
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Es gibt gemäss Wettbewerbskommission Hinweise auf Preisabsprachen unter mehreren Firmen, die Grosskunden mit Glasfaser ausrüsten.

Die Eidgenössische Wettbewerbskommission (Weko) vermutet Kartellverstösse bei Ausrüstern von Glasfasernetzen von Grossunternehmen. Die Wettbewerbshüter haben am 14. Januar 2020 eine Untersuchung zu allfälligen Submissionsabsprachen eröffnet.
Es gebe Anhaltspunkte für Absprachen zwischen mehreren Unternehmen, schreibt die Weko. "Die Abreden betreffen Hard- und Softwareprodukte im Bereich der optischen Netzwerke, die für die Datenübertragung per Glasfaser bei Grosskunden eingesetzt werden."
Dabei handle es sich aber nicht um die ganz grossen Ausrüster wie beispielsweise Huawei, sagte Weko-Direktor Patrik Ducrey auf Anfrage der Nachrichtenagentur ‘AWP’. Im Visier seien kleinere Firmen, die Unternehmensnetzwerke ausrüsten würden. Ziel der Untersuchung seien eine handvoll Firmen. Bei den meisten sei eine Hausdurchsuchung durchgeführt worden.

Namen der Firmen werden später bekannt gegeben

Namen und die genaue Zahl der betroffenen Unternehmen würden in ein paar Wochen veröffentlicht, sagte Ducrey.
Die Weko sei aufgrund der Selbstanzeige einer Firma tätig geworden. Die Untersuchung solle zeigen, ob tatsächlich wekartellrechtlich unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen vorliegen würden, hiess es weiter.
Submissionsabsprachen liegen vor, wenn Unternehmen ihr Angebotsverhalten bei der Vergabe von öffentlichen oder privaten Beschaffungen koordinieren. Typischerweise stimmen die Firmen ihre Angebote mit dem Ziel ab, einem Unternehmen den Auftrag zu einem bestimmten Preis zuzuschanzen. Das ist verboten.

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