Sind Mainframes – die High-end-Server, bei denen IBM seit Jahren ein Quasi-Monopol inne hat - immer noch für einen massiven Teil des operativen Profits von IBM verantwortlich? Dies glaubt zumindest Toni Sacconaghi, ein Analyst bei Sanford C. Bernstein. Gemäss einem Bericht des 'Wall Street Journal' schätzt Sacconaghi den Jahresumsatz von IBM mit den heute "System Z" genannten Mainframe-Servern auf rund 3,5 Milliarden Dollar. Das wären weniger als 4 Prozent des letztjährigen Gesamtumsatzes von Big Blue von 103,6 Milliarden Dollar.
Das ist aber nur der Hardwareumsatz. Dazu sollen gemäss Sacconaghi Softwareumsätze von rund 9 Milliarden Dollar sowie nochmal fast ebensoviel Umsatz aus Services und Finanzierungsgeschäften im Mainframe-Umfeld kommen. Ingesamt, so glaubt der Analyst, soll das Mainframe-Geschäft daher immer noch rund für 20 Prozent des IBM-Umsatzes und nicht weniger als 40 Prozent (!) des operativen Gewinns verantwortlich sein: "Das Geschäft wächst zwar seit zehn Jahren nicht mehr, aber es ist extrem profitabel."
IBM kommentierte die Rechnungen von Sacconaghi nicht. (hjm)