Die Varianten, um Office und andere Windows-Programme auf Macs zu nützen, häufen sich.
Die US-Softwarefirma CodeWeavers will bis Anfang August, eventuell auch schon etwas früher, eine Mac OS X-Version ihres "CrossOver Office" auf den Markt bringen.
"CrossOver Office" ist schon seit einiger Zeit für Linux erhältlich. Hinter dem Programm steckt die Idee, die vielen Anwendern vertrauten Windows-Programme auch auf Linux- und jetzt Mac-PCs lauffähig zu machen, ohne dass man sich die Performance-Probleme von Emulatoren einhandelt, oder wie bei
Apples "Boot Camp" das Windows-OS parallel installieren (und dafür auch eine Lizenz erwerben) muss.
CrossOver Office basiert auf dem Open-Source-Projekt WINE, ist aber kommerziell und wird etwa 60 Dollar kosten. WINE ist die Abkürzung für "WINE Is Not an Emulator": Die Software stellt gemäss CodeWeavers DOS- oder MS-Windows-Programmen lediglich die notwendigen Systemaufrufe unter Unix zur Verfügung. Somit sei es möglich, dass die über Wine ausgeführten Programme ähnlich schnell wie unter dem Originalbetriebsystem laufen würden. Auch wenn CrossOver Office kein Emulator im engeren Sinne ist, so ist es doch immer noch ein Zusatzprogramm, und mit einem gewissen Leistungsverlust ist wohl trotzdem zu rechnen.
Verglichen mit dem Dual-Boot-Konzept, wo ein komplettes Original-OS installiert wird, ist die Kompatibilität bei CrossOver nicht generell . Offiziell unterstützt werden bisher etwas über 50 der am häufigsten eingesetzten Programme wie Microsoft Office, Outlook, Access, Lotus Notes, Macromedia Flash, Photoshop usw. Allgemein, so verspricht der Hersteller, seien etwa 95 Prozent aller Windows-Programme kompatibel. Im Einzelfall, vor allem wenn man ein weniger häufiges Windows-Programm auf dem Mac benutzen möchte, hilft allerdings nur installieren und beten. (hjm)