Wird Sicherheit im Homeoffice vernachlässigt?

19. April 2021 um 11:35
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Zumindest in unserem nördlichen Nachbarland wird zu wenig in Security investiert, sagt die deutsche Cyber-Security-Behörde BSI.

Die starke Erhöhung der Zahl von Arbeitnehmenden, die ihre Arbeit zu Hause im Homeoffice erledigen, führt zu mehr Gelegenheiten für Hacker, um Eintrittspforten in IT-Systeme von Unternehmen zu finden. Anhand der Resultate einer repräsentativen Umfrage unter 1000 Unternehmen kommt allerdings beispielsweise das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zum Schluss, dass Unternehmen in Deutschland dies zu wenig berücksichtigen.
Laut den BSI-Zahlen hat sich das Angebot von Homeoffice-Arbeitsplätzen in Deutschland mehr als verdoppelt. 12 Millionen Berufstätige hätten ins Homeoffice gewechselt. 58% der befragten Unternehmen wollen das Angebot auch nach der Pandemie aufrechterhalten oder sogar noch ausweiten.
Über 50% der Unternehmen würden aber weniger als 10% der IT-Ausgaben in Cyber-Sicherheit investieren. Das BSI empfiehlt hingegen, bis zu 20% des IT-Budgets in die Security zu stecken.
Je kleiner eine Firma sei, so das BSI, desto schwerwiegender seien die Folgen eines Security-Vorfalls. Für Kleinunternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden habe eine von vier Cyberattacken existenzbedrohende Folgen.
Aber obwohl sie eigentlich gar nicht so teuer wären, würden auch einfache Sicherheitsmassnahmen wie Mobile Device Management, Notfallübungen oder der Grundsatz "IT-Sicherheit ist Chefsache" nicht genügend umgesetzt.
Homeoffice ist gekommen, um zu bleiben, so das Fazit der deutsche Security-Behörde. IT-Sicherheit sei jedoch noch zu wenig in Budgets, Abläufen und Köpfen der Unternehmen angekommen.

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