Quickline bläst zum Angriff auf Swisscom

8. September 2022 um 09:45
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Quickline-Chef Frédéric Goetschmann

Der Kabelnetzverbund Quickline weitet sein Angebot auf die ganze Schweiz aus.

Neu ist das Angebot von Quickline auch ausserhalb des bisherigen Stammgebiets im Mitteland und im Wallis verfügbar. TV-, Internet-, Festnetz- und Mobilfunk-Dienste des Kabelnetzverbunds sind somit in der ganzen Schweiz erhältlich.
"Wir zünden eine neue Raketenstufe", sagte Quickline-Chef Frédéric Goetschmann am Donnerstag anlässlich der Ankündigung im Gespräch mit der Nachrichtenagentur 'AWP'. Das Marktgebiet werde sechsmal grösser als bisher. Quickline werde damit zu einem Konkurrenten der grossen Anbieter Swisscom, Sunrise und Salt.
Dazu hat das Unternehmen einen Vertrag mit der Swisscom abgeschlossen, um deren Festnetz in jenen Gegenden nutzen zu können, die ausserhalb des Quickline-Netzes liegen. Beim Mobilfunk stützt sich Quickline auf das Handynetz von Sunrise. Das bleibe auch nach Abschluss des Festnetzvertrages mit der Swisscom so, sagte Goetschmann.

Quickline nutzt Kupfer, Kabel und Glasfaser

Das neue Angebot von Quickline laufe auf allen Netztechnologien von Kupfer über Kabel und Glasfasern bis zum Mobilfunk. So könne man beispielsweise über 5G-Router auch abgelegene Ferienhäuser erreichen, zu denen kein Festnetz führe.
"Wir können jetzt flächendeckende Angebote machen. Wir haben Wachstumsfantasien", sagte Goetschmann, ohne beziffern zu wollen, wie viele Kunden Quickline ausserhalb des Stammgebiets anstrebe: "Wir kommunizieren keine Zahlen."
Im Stammgebiet sei Quickline mit rund 400'000 Haushalten die klare Nummer eins. Man habe dort einen Marktanteil von 50%.

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