Rahel Estermann wird Co-Leiterin der Digitalen Gesellschaft

8. August 2025 um 07:25
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Die neue Co-Leitung der Digitalen Gesellschaft: Rahel Estermann und Erik Schönenberger. Foto: zVg

Estermann leitet die Geschäftsstelle neu zusammen mit Erik Schönenberger. Sie engagiert sich auch als Politikerin für die digitale Zivilgesellschaft.

Die Digitale Gesellschaft erhält ab Mitte September neu eine Doppelleitung. Ab dann ergänzt Rahel Estermann den bisherigen Geschäftsführer Erik Schönenberger. Damit will die NGO laut Mitteilung die Geschäftsleitung stärken: "Der Einsatz für die Grundrechte in der digitalen Welt wird immer wichtiger, genauso wächst die Digitale Gesellschaft." Dies manifestiere sich auch in steigenden Mitgliederzahlen.
Estermann engagiert sich schon seit langem in der Digitalen Gesellschaft, als Expertin, Vorstandsmitglied und Podcast-Host. Bis im April 2025 war sie Generalsekretärin der Grünen Schweiz und ist seit 2018 Luzerner Kantonsrätin. Auch auf wissenschaftlicher Ebene hat Estermann für ihre Dissertation über das Zusammenspiel von Digitalisierung und Gesellschaft geforscht.
Im Kantonsrat hat die Luzernerin einige Vorstösse zu IT-Themen eingereicht. Zuletzt forderte sie im Juni als Erstunterzeichnerin in einem dringlichen Postulat einen Marschhalt bei der M365-Einführung. "Es geht nicht, dass vertrauliche Verwaltungsdaten und besonders schützenswerte Personendaten unter amerikanischen Zugriff kommen – das ist ein Rechtsverstoss", sagte sie gegenüber inside-it.ch.
Zu ihrer neuen Aufgabe erklärt Estermann in der Mitteilung: "Informationsfreiheit, Privatsphäre, Meinungsfreiheit – stärker denn je braucht es für diese Werte unser Engagement, weil Tech-Oligarchen und Überwachungsmaschinen uns und unsere Lebenswelt kontrollieren wollen. Ich bin sehr glücklich, künftig bei der wirkungsvollsten digital-zivilgesellschaftlichen Organisation der Schweiz als Co-Geschäftsleiterin für eine freie und gerechte digitale Welt Verantwortung zu übernehmen."
Bereits in den nächsten Wochen wird Estermann die Geschäftsstelle punktuell unterstützen. Denn am 28. September steht für die Digitale Gesellschaft eine wichtige Abstimmung an. Bei der E-ID gehörte die NGO zu den tragenden Kräften des ersten Referendums und war im März 2021 mit dem Nein an der Urne erfolgreich. Jetzt ist sie ins Ja-Lager gewechselt und unterstützt die neue E-ID-Vorlage.

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