Die Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen und Thurgau haben gemeinsam mit dem Fürstentum Liechtenstein und dem Kanton Zürich eine Vereinbarung zur verstärkten Zusammenarbeit beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz unterzeichnet. Wie die Kantone mitteilen, soll die Kooperation den beteiligten Verwaltungen ermöglichen, gemeinsame KI-Projekte zu entwickeln, Erfahrungen auszutauschen und Beschaffungen koordiniert anzugehen. Zudem sollen gemeinsame Standards für den Einsatz von KI entstehen.
Der Vereinbarung ging eine
gemeinsame Analyse der beteiligten Kantone voraus. Dabei wurden mehr als 120 mögliche Anwendungsfälle für KI in der öffentlichen Verwaltung gesammelt und kategorisiert. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von Büroassistenz und automatisierter Auskunftserteilung bis hin zu datenbasierter Entscheidungsunterstützung. Untersucht wurden unter anderem Funktionen wie semantische Suche, Mustererkennung und Prognosemodelle.
Die gesammelten Anwendungsfälle sollen jedoch nicht automatisch umgesetzt werden. Vor einem Einsatz müssten die jeweiligen Lösungen unter anderem hinsichtlich Qualität, Datenschutz und Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Mit der verstärkten Zusammenarbeit wollen die Kantone laut Mitteilung Synergien nutzen und Doppelspurigkeiten bei der Entwicklung und Beschaffung von KI-Lösungen vermeiden. Gleichzeitig soll der Austausch über laufende und geplante KI-Projekte gefördert werden.
Einzelne Kantone haben bereits eigene Rahmenbedingungen für den Einsatz von KI definiert. Graubünden setzt beispielsweise auf einen transparenten und verantwortungsvollen Umgang mit der Technologie und plant unter anderem ein Register für eingesetzte KI-Systeme in der Verwaltung.