Republik gesteht Datenleck

16. Oktober 2026 um 09:33
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Illustration: Philip Oroni / Unsplash+

Seit August hatten Unbekannte Zugriff auf alle Nutzerdaten des Online-Magazins. Kreditkarteninformationen seien aber nicht betroffen.

Das Zürcher Online-Magazin 'Republik' ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Unbekannte haben eine Sicherheitslücke in einem Analyse-Werkzeug ausgenutzt. Dabei seien zwar Nutzerdaten, aber keine Kreditkarteninformationen abgeflossen, so das Magazin.
Am Mittwochmorgen, 14. Oktober, habe eines der Analyse-Tools nicht mehr funktioniert, hiess es auf der Homepage der 'Republik'. Es sei das Ende eines unerlaubten Zugriffs gewesen, der seit August lief. "Die Sicherheitslücke war seit dem 6. August bekannt, aber wir haben es versäumt, rechtzeitig die nötigen Gegenmassnahmen zu treffen", steht dort wörtlich.
Wer hinter dem Angriff stecke, wisse die 'Republik' nicht. Vieles spreche für eine breite, automatisierte Angriffswelle. Die Angreifer hätten zuerst nach dem gesucht, was in jeder Metabase-Installation – dem Tool mit der Sicherheitslücke – stecke, etwa Zugangsdaten und Schlüssel für KI-Dienste, die sich weiterverkaufen liessen.
Nichts deute bisher darauf hin, dass es jemand gezielt auf die 'Republik' abgesehen hatte. Die Daten seien allerdings abgeflossen. Sicher abgerufen hätten die Angreifer die Angaben aller Nutzerinnen und Nutzer, also der aktiven Verleger, Abonnentinnen und Abonnenten, auch jene der Newsletter und aller Ehemaligen. Die Datensätze umfassten E-Mail-Adresse, Name und, sofern diese hinterlegt worden seien, Telefonnummer, Geburtsjahr und Geschlecht. Betroffen seien also auch Menschen, die nie ein Abo hatten, sondern lediglich einen Newsletter abonnierten.
Am Mittwoch sei Metabase abgeschaltet worden, womit die Angreifer auch ihre Zugriffsmöglichkeiten verloren hätten, schrieb das Magazin weiter. Am 15. Oktober, nach Abschluss der ersten Schadensevaluation, habe die 'Republik' den Vorfall dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten gemeldet.


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