In den USA wurde ein ukrainischer Mann wegen seiner Rolle bei der Ransomware-Bande REvil zu fast 14 Jahren Gefängnis verurteilt. Dazu muss der Verurteilte mehr als 16 Millionen Dollar an Entschädigungen bezahlen. 2021 wurde die Gruppierung
zerschlagen. Kurz danach wurde Yaroslav V.
in Polen verhaftet. Ein Jahr später wurde der Hacker
an die USA ausgeliefert.
Dort wurde ihm vorgeworfen, dass er an mehr als 2500 Ransomware-Angriffen beteiligt gewesen war und dabei über 700 Millionen Dollar an Lösegeldern erpresst hat. Für diese Verbrechen wurde der 24-Jährige, der im Netz gerne als Rabotnik Profcomserv oder Yarik45 auftrat, zu insgesamt 13 Jahren und sieben Monaten hinter Gittern verurteilt.
"Der Angeklagte setzte die Ransomware-Variante REvil ein und forderte weltweit Hunderte von Millionen Dollar von US-Opfern", erklärte die stellvertretende Generalstaatsanwältin Lisa Monaco in einer Mitteilung zur Verurteilung. Der Fall würde exemplarisch zeigen, dass die internationale Partnerschaft im Bereich Cybersicherheit etwas bringe, fügte sie hinzu.
Schuldig bekannt
Yaroslav V. bekannte sich vor einem texanischen Gericht in 11 Punkten schuldig. Unter anderem wurden ihm "Verschwörung zur Begehung von Betrug und verwandten Aktivitäten im Zusammenhang mit Computern", "Vorsätzliche Beschädigung geschützter Computer" und "Verschwörung zur Begehung von Geldwäsche" vorgeworfen.
2023 hat das amerikanische Justizministerium knapp 40 Bitcoins und 6,1 Millionen Dollar beschlagnahmt. Gemäss dem FBI soll dieses Geld auf Lösegeldzahlungen zurückzuführen sein, die mit Yaroslav V. und einem weiteren Mitglied der Ransomware-Bande in Verbindung standen. Die Gruppe war unter anderem für den viel beachteten
Supply-Chain-Angriff auf den IT-Management-Softwarehersteller Kaseya verantwortlich.