Die zweimonatige Testphase für Essens-Auslieferungen per Roboter ist nach wenigen Tagen bereits wieder beendet. Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat Zweifel an der gesetzlichen Grundlage der Tests angemeldet und prüft den Fall, berichtet die '
Neue Zürcher Zeitung' (Paywall).
Parallel zu den
Essens-Auslieferungen in Zürich-Oerlikon testet die Post seit kurzem den baugleichen Roboter des Startups Rivr für die Zustellung schwerer Pakete. Die
Pilotversuche in Regensdorf finden zusammen mit Migros Online statt. "Wir haben die Bewilligung der Stadt Regensdorf, wo der Feldversuch läuft, und sind auch mit der Kantonspolizei Zürich in Kontakt", wird ein Sprecher der Post vom '
Tages-Anzeiger' (Paywall) zitiert. Diese Versuche lägen aber ebenfalls vorläufig auf Eis, bis die Abklärungen des Astra beendet seien.
Das Bundesamt prüft, ob es sich bei dem Roboter um ein Fahrzeug handelt. Für autonome Fahrzeuge gelten seit dem 1. März 2025 neue Regelungen. Demnach sei der führerlose Betrieb nur zum Einparkieren und in Form eines Autopiloten auf der Autobahn erlaubt. Abseits dürften autonome Fahrzeuge nur auf festgelegten Strecken und unter Beobachtung eines menschlichen Kontrolleurs oder einer Kontrolleurin fahren, zitiert die Zeitung das Bundesamt.
Der Roboterentwickler Rivr sieht die Pilottests vom Gesetz abgedeckt. CEO Marko Bjelonic sagte der 'NZZ', dass der Lieferroboter sich während der Testphase nicht selbstständig bewege, sondern von einem Menschen ferngesteuert werde. Damit benötigten der Lieferdienste Just Eat und Rivr keine Bewilligung für den Service.
Das Astra will gemäss der 'NZZ' noch in dieser Woche eine Lösung finden, mit der die Roboter weiterhin in der Schweiz getestet werden können. Das Bundesamt müsse aber erst prüfen, ob die Sicherheit gewährleistet sei, sodass nicht andere Personen im Verkehr zu Schaden kommen.