Eine Tochtergesellschaft der bundeseigenen Rüstungsfirma Ruag ist in den USA von Hackern angegriffen worden. Das Schweizer Unternehmen spricht von einem "Sicherheitsvorfall" und sagt, dieser werde derzeit professionell aufgearbeitet. Gemäss aktuellem Erkenntnisstand seien keine besonders schützenswerten Daten von Angestellten in der Schweiz vom Ransomware-Angriff betroffen.
Ziel des Angriffs war laut der Mitteilung die Ruag LLC im Bundesstaat Virginia, die unter anderem Ersatzteile für Kampfflugzeuge liefert. Weil die Tochterfirma in den USA autarke IT-Systeme besitze, habe der Angriff keine Auswirkungen auf andere Systeme des Konzerns, schrieb die Ruag in einer Mitteilung. Sie prüft laut einem Sprecher eine Strafanzeige.
Angreifer ist Akira
Wie Ruag auf Anfrage bekannt gab, hat die Ransomware-Bande Akira den Angriff verübt. Der Bund warnte Mitte Oktober vor dieser Gruppe. Sie habe ihre
Aktivitäten in der Schweiz intensiviert. Der Schaden belaufe sich derzeit auf mehrere Millionen Franken und weltweit auf mehrere hundert Millionen Dollar.
Wie Akira im Darknet bekannt gibt, droht die Bande, 24 Gigabyte an sensiblen Unternehmensdaten zu veröffentlichen, darunter Sozialversicherungsnummern von Mitarbeitenden, vertrauliche militärische Informationen sowie Geheimhaltungsvereinbarungen.