Das Einsatzsystem des koordinierten Sanitätsdienstes (KSD) hat ausgedient. Das Bundesamt für Rüstung Armasuisse beschafft für den KSD ein neues Informations- und Einsatzsystem (IES). Die Plattform "Informations- und Einsatzsystem Next Generation" (IES NG) soll moderner, nachhaltiger und ausbaufähiger werden. Der Zuschlag geht an das Thuner Unternehmen Nexplore. Eingegangen waren 5 Angebote mit einer Preisspanne von rund 32 Millionen bis 55 Millionen Franken.
Internationaler Datenaustausch ermöglichen
Das IES ist eine webbasierte Informatikplattform, die die Prozesse im Bereich Sanität im Alltag unterstützt. Es bietet Übersicht über Ressourcen im Gesundheitswesen, im Personen- und Patientenmanagement, im Dokumentenaustausch und mehr. Laut Armasuisse ist es eine effiziente Grundlage für ein vernetztes Informations- und Ressourcenmanagement. Schneller Informationsfluss und klare Kommunikation seien besonders wichtig.
Das neue IES NG soll eine schweizweite Lösung werden. Mit dem System will Armasuisse den Koordinationsaufwand über Kanton, Bund und Armee vermindern sowie die Kommunikation und den Informationsaustausch vereinfachen.
Auch der Datenaustausch soll sicherer und mit Umsystemen über Schnittstellen mit kantonalen, nationalen und auch internationalen Partnern ermöglicht werden.
IT-System soll E-Health-Strategie umsetzen
Das geplante Informationssystem berücksichtigt die Strategie "eHealth Schweiz 2.0". Diese beinhaltet die Einführung und Verbreitung des elektronischen Patientendossiers (EPD). Darüber hinaus soll die Strategie zur Verbesserung der Koordination und Abstimmung der Digitalisierung im Gesundheitssystem beitragen.
Mit der Ausschreibung suchte Armasuisse Unternehmen, welche die Konzeption, Realisierung, Einführung und den Betrieb des neuen Informations- und Einsatzsystems Next Generation übernehmen.
Nexplore bietet Lösungen für die Digitalisierung in Unternehmen und realisiert Projekte in den Bereichen Organisation, Technik und Kulturwandel. Das 1999 gegründete Unternehmen beschäftigt eigenen Angaben zufolge derzeit 80 Mitarbeitende und 5 Lernende.
Korrektur 9.3.: Vom Armasuisse wurde nur die Preisspanne der eingegangenen Angebote publiziert, nicht der Vergabepreis. Lead und erster Abschnitt wurden entsprechend angepasst.