SAP kauft Walkme für 1,5 Milliarden Dollar

5. Juni 2024 um 11:37
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2021 ging Walkme an die Börse. Foto: zVg

Mit der Übernahme der israelischen Firma will SAP das Angebot für Analysen von Geschäftsprozessen ausbauen.

Europas grösster Softwarehersteller SAP will mit der Übernahme des israelischen Anbieters Walkme sein Angebot zur Analyse von Geschäftsprozessen ausbauen. SAP will dafür 1,5 Milliarden US-Dollar in bar zahlen, wie die Walldorfer mitteilten. Mit der Software sollen Nutzende Arbeitsabläufe nahtlos über beliebig viele Anwendungen hinweg ausführen können. Walkme werde weiterhin auch Nicht-SAP-Anwendungen vollständig unterstützen.
Konkret bietet SAP 14 US-Dollar je Aktie, der Vorstand von Walkme hat dem Deal zugestimmt. Der Angebotspreis bietet demnach einen Aufschlag von 45% zum Schlusskurs der Walkme-Aktie vom Vorabend in New York. Die Firma wurde 2011 in Tel Aviv gegründet, mittlerweile befindet sich der globale Hauptsitz in San Francisco. Sie beschäftigt weltweit rund 1000 Mitarbeitende und verfügt nach eigenen Angaben über 2000 Kunden mit 35 Millionen Usern in 42 Ländern.
Die Lösungen von Walkme bieten unter anderem Einblicke in das Verhalten von Anwenderinnen und Anwendern. So könne man erkennen, ob eine Unternehmenslösung ihren Zweck erfüllt oder wo Workflows optimiert werden könnten.
Die Übernahme von Walkme ergänzt zwei andere Akquisitionen von SAP: 2021 kaufte der ERP-Anbieter Signavio, ein deutsches Unternehmen, das auf die Automatisierung von Geschäftsprozessen spezialisiert ist. Ende letzten Jahres folgte der Kauf von Leanix, eine deutsche Firma, die auf das Management von Unternehmensarchitekturen spezialisiert ist.
Mit diesen Erweiterungen im Portfolio will SAP Kunden bei der Modernisierung ihrer IT und Geschäftsprozesse unterstützen. "Anwendungen, Prozesse, Daten und Menschen sind die vier Schlüsselelemente einer erfolgreichen Unternehmenstransformation", sagt SAP-CEO Christian Klein in der Mitteilung. Mit der Übernahm könne SAP seinen Endanwendern mehr Unterstützung bieten, ihnen dabei helfen, neue Funktionen rasch einzuführen und "den maximalen Nutzen aus ihren IT-Investitionen zu ziehen", so Klein weiter. Die Transaktion steht noch unter den üblichen Abschlussbedingungen, einschliesslich der Zustimmung der Walkme-Aktionäre. Sie soll voraussichtlich im dritten Quartal 2024 vollzogen werden.
(Mit Material von Keystone-sda)

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