Der Softwareanbieter SAP konnte sein Geschäftsjahr erfolgreich abschliessen. Für 2024 berichtet der Konzern einen Umsatz von 34,2 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 10% entspreche, teilte SAP mit. Der Gewinn schrumpfte allerdings um rund die Hälfte und betrug nur noch 3,15 Milliarden Euro. Ein Grund waren Einmalkosten, die für den
Abbau Tausender Stellen im vergangenen Jahr aufgewendet wurden.
Einer der Haupttreiber des Umsatzplus sei das Cloudgeschäft gewesen, erklärt Europas grösster Softwarehersteller. "Unsere Cloudziele konnten wir im Gesamtjahr übertreffen und trotz des starken Vorjahres ein beschleunigtes Wachstum bei den Clouderlösen und beim Current Cloud Backlog erzielen", lässt sich der SAP-Vorstandsvorsitzende Christian Klein in der Mitteilung zitieren. Die Clouderlöse wuchsen um 25%, die Erlöse für die Cloud ERP Suite sogar um 33%.
Im neuen Geschäftsjahr wollen die Walldorfer nach eigenen Angaben den Stellenabbau und die damit verbundenen finanziellen Belastungen hinter sich lassen. SAP plane mit einer grossen Gewinnsteigerung.
Bei Cloudverträgen und Softwarelizenzen peilt der Konzern im neuen Geschäftsjahr ein Plus von 11 bis 13% an. CEO Klein äusserte sich zuversichtlich, dass aufgrund seiner "starken Position bei Daten und Unternehmens-KI" das Umsatzwachstum bis 2027 beschleunigen zu können.
Neuer Chefstratege im SAP-Vorstand
Bis dahin werden neu Sebastian Steinhäuser und weiterhin Thomas Saueressig den SAP-Vorstand bereichern. Der 39-jährige Steinhäuser wird gemäss Mitteilung den neu geschaffenen Bereich Strategy & Operations leiten. Ihm kommen die Aufgaben zu, die Umsetzung der SAP-Strategie voranzutreiben sowie Unternehmensabläufe zu vereinfachen, heisst es. Der Vertrag mit Saueressig als Leiter Customer Services & Delivery läuft neu bis 2028.
Das neue Vorstandsmitglied Steinhäuser habe seit seinem Eintritt in den Konzern im Jahr 2020 "massgeblich" an der
Unternehmensstrategie von SAP mitgewirkt. "Wir sehen ihn als wichtige Führungspersönlichkeit und Architekten der Zukunft von SAP", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Pekka Ala-Pietilä in der Mitteilung.