SBB kaufen UX-Know-how für bis zu 31 Millionen

9. Dezember 2022 um 08:55
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EBP, Zeix und Unic wurden ausgewählt und können sich die nächsten 5 Jahre über Aufträge freuen. Sie sollen Kaufprozesse, Ticketing und Omnichannel optimieren.

In einer Ausschreibung haben die SBB kompetente, strategische Partner für den Bereich User Experience (UX) gesucht und gefunden. Auf Nachfrage schreibt Sprecher Oli Dischoe, dass man nicht für ein konkretes Projekt Unterstützung gesucht habe. Die SBB wollen, "dass die Leistungsfähigkeit der Informatik über strategische Partner sichergestellt bleibt", so Dischoe.

Ticketing, Omnichannel und Kaufprozesse im Fokus

Den Präqualifikationsunterlagen zum Projekt, die inside-it.ch vorliegen, sind die Details zu entnehmen: Demnach suchten die SBB Unternehmen mit "Know-how und Erfahrung in der Analyse, Konzeption, Gestaltung und Validierung von komplexen und hervorragenden bedienbaren digitalen Lösungen". Es würden insbesondere Leistungen im Bereich UX benötigt, heisst es. Dischoe verneint auf Anfrage, dass es um den Ersatz des physischen ÖV-Billetts durch eine digitale Lösung geht.
Aber als inhaltliche Schwerpunkte werden im Dokument unter anderem "E-Commerce, Ticketing, Omnichannnel und Kaufprozesserlebnis" sowie "menschliche Faktoren in der Automatisierung und Digitalisierung" oder "Kundeninformation und Service-Design im öffentlichen Sektor" genannt. Das deutet zumindest darauf hin, dass es doch um die Vereinfachung des Ticketverkaufs oder die Verlagerung auf digitale Kanäle geht.

Elca und Liip sind unterlegen

Den Zuschlag haben die Unternehmen EBP und Zeix aus Zürich sowie Unic aus Bern erhalten. Diese teilen sich das Auftragsvolumen in Höhe von 25,4 bis 31,4 Millionen Franken. Allerdings besteht laut den SBB keine Abnahmeverpflichtung. Ebensowenig stehe schon fest, wie sich die Summe auf die drei Anbieter verteilt. Die Verträge mit den Unternehmen "wird über eine Dauer von fünf Jahren abgeschlossen, mit der Option diesen zwei Mal um ein Jahr zu verlängern", so der Sprecher.
Von den 5 Unternehmen, die sich am Bewerbungsverfahren beteiligten, sind 2 leer ausgegangen: Elca und Liip. Die beiden Unternehmen erhielten jedoch einen optionalen Zuschlag. Sollte die SBB sich also entscheiden, den Vertrag mit einem der Zuschlagsempfänger aufzulösen, könne man innert der ersten 24 Monate nach Zuschlag einen neuen Vertrag abschliessen, erläutert Dischoe auf Anfrage.

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