SBB stecken weitere 280 Millionen in Bahnleitsystem

29. Juli 2026 um 11:40
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Foto: Frank Schwarzbach / SBB CFF FFS

Die Vertragsverlängerung mit Siemens Mobility Schweiz soll den Betrieb bis zur Einführung einer neuen Generation von Bahnleittechnik sicherstellen.

Die SBB hat den Vertrag für die technische Betreuung ihres Bahnleitsystems Iltis mit Siemens Mobility Schweiz verlängert. Der auf Simap veröffentlichte Auftrag sieht einen maximalen Kostenrahmen von 280 Millionen Franken bis spätestens 2045 vor.
Das Leitsystem Iltis ist seit mehr als 30 Jahren im Einsatz und bildet das zentrale System für die Überwachung und Steuerung des Bahnverkehrs in den Betriebszentralen der SBB. Nach Angaben des Unternehmens ist ein Anbieterwechsel nicht möglich, da Siemens das System entwickelt hat und über die entsprechenden Immaterialgüterrechte sowie das notwendige technische Know-how verfügt.

Neue Bahnleittechnik ab den 2030er-Jahren

Parallel dazu bereitet die SBB die Beschaffung einer neuen Generation von Bahnleittechnik vor. Die öffentliche Ausschreibung soll 2027 starten. Das künftige digitale Leitsystem soll ab den frühen 2030er-Jahren schrittweise eingeführt und unter anderem mit digitalen Stellwerken sowie dem Fahrplansystem vernetzt werden. Die vollständige Ablösung von Iltis ist nach heutigen Plänen bis Anfang der 2040er-Jahre vorgesehen, wie die SBB mitteilt.
Bereits 2013 hatte die SBB Siemens mit der Weiterentwicklung von Iltis und dem Umbau der Bahnverkehrssteuerung für die vier Betriebszentralen in Lausanne, Olten, Zürich-Flughafen und Pollegio beauftragt. Das damalige Projekt hatte ein Volumen von rund 325 Millionen Franken und bildete die Grundlage für die heutige zentralisierte Steuerung des Bahnverkehrs.

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