UBS spart 1,1 Milliarden durch CS-Migration

29. Juli 2026 um 11:33
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Foto: UBS

Alleine in den vergangenen drei Monaten will UBS durch die Stilllegung von Credit-Suisse-Systemen Kosteneinsparungen von 1,1 Milliarden Dollar realisiert haben.

Die Grossbank UBS sieht sich bei der Integration der Informatik der früheren Credit Suisse auf Kurs. Wie es im Bericht zur Halbjahresbilanz heisst, würden per Ende Juni 2026 mehr als 90% der stillzulegenden IT-Altanwendungen der Credit Suisse nicht mehr genutzt. Davon seien bereits rund 70% vollständig ausser Betrieb genommen worden.
Mit diesen Stilllegungen hätten die Technikerinnen und Techniker der UBS zusätzliche Kosteneinsparungen von brutto 1,1 Milliarden Dollar ermöglicht. Damit würden sich die insgesamt seit Jahresende 2022 erzielten Einsparungen nun auf brutto 12,6 Milliarden Dollar belaufen. Dies entspreche mehr als 90% der insgesamt angestrebten Bruttoeinsparungen. Die Bank will somit weiterhin auf gutem Weg sein, das avisierte Einsparungsziel von rund 13,5 Milliarden Dollar bis zum Jahresende 2026 zu erreichen.
Bereits Ende März dieses Jahres hatte die UBS alle früheren Credit-Suisse-Kundenkonten auf die UBS-Infrastruktur überführt. Die zusätzlichen 1,2 Millionen Konten hätten zu einem Anstieg von 25% auf nun knapp 3,1 Millionen Transaktionen pro Tag geführt, hiess es damals. UBS alleine betreute vor der Übernahme der Credit Suisse weltweit rund 2,6 Millionen Privat- und 143'000 Firmenkunden.

KI-Fortbildung für Mitarbeitende und Manager

Ebenfalls in der Halbjahresbilanz berichtet die Grossbank vom Ausbau der KI-Infrastruktur. In den Entwicklerabteilungen würden rund 18'000 Programmiererinnen und Programmierer KI einsetzen. Dabei übernehmen sie als ein Viertel der KI-generierten Vorschläge direkt in den Produktivcode. UBS spricht von Produktivitätssteigerungen und höherem Tempo bei der Softwareentwicklung.
Das Bankgeschäft wird den Angaben zufolge unterdessen von KI-Lösungen unterstützt, die 560 Anwendungsfälle abdecken, erklärt UBS. Dies sei ein Plus von 92% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Weitere 920 Anwendungsfälle befänden sich in der Entwicklung. Die Mitarbeitenden könnten mittlerweile alle eigene KI-Agenten erstellen und hätten während einer neu eingeführten "AI Power Hour" jede Woche eine Stunde Zeit, ihre KI-Kompetenzen auszubauen.
Dem Management der Bank steht neu das Oxford-UBS Centre for Applied Artificial Intelligence offen, das im Berichtsquartal seine Tätigkeit aufgenommen habe. Das Centre bringe Wissenschaft und Fachleute von UBS zusammen, um den Einsatz von KI in der Praxis zu beschleunigen. Zugleich werde das Verständnis der Auswirkungen von KI auf Firmen, Volkswirtschaften und die Gesellschaft vertieft.

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