Schützt Twitter seine Nutzerinnen und Nutzer viel zu wenig?

23. August 2022 um 14:34
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Peiter "Mudge" Zatko, als er im Jahr 1998 vor dem US-Senat aussagte. Der ehemalige Hacker wurde im November 2020 von Twitter als Security-Chef engagiert. Foto: Twitter/@dotMudge.

Das behauptet zumindest der gefeuerte Sicherheitschef des Unternehmens, Peiter Zatko, der bei der US-Börsenaufsicht eine Beschwerde eingereicht hat.

Twitters ehemaliger Security-Chef, Peiter Zatko, wirft dem Dienst unzureichende Sicherheitsmassnahmen vor. Der im Januar geschasste Ex-Manager reichte bei der US-Börsenaufsicht SEC eine entsprechende Beschwerde ein.
Zu seinen Kritikpunkten gehört, dass zu viele Twitter-Mitarbeiter Zugang zu zentralen Systemen des Dienstes und Nutzerdaten wie Telefonnummern hätten. Twitter wies die Vorwürfe zurück und warf Zatko im Gegenzug vor, mit den Anschuldigungen seinem früheren Arbeitgeber schaden zu wollen.
Die bereits im Juli eingereichte Beschwerde wurde bekannt, nachdem der TV-Sender 'CNN' und die 'Washington Post' Zugang zu dem Papier bekommen hatten und Zatko den beiden Medien Interviews gab. Der 51-jährige Zatko wurde einst als Hacker bekannt. Der Twitter-Mitgründer und langjährige Chef Jack Dorsey engagierte ihn im Jahr 2020, um die Sicherheit der Plattform zu verbessern.

Keine Methode zur Entdeckung von Fakeprofilen?

Einer der Vorwürfe von Zatko könnte auch eine Rolle im aktuellen Ringen zwischen Twitter und Tech-Milliardär Elon Musk spielen. So behauptet er, dass das Unternehmen keine verlässlichen Methoden habe, um die Zahl von Fake-Accounts auf der Plattform zu ermitteln.
Musk machte das Thema von gefälschten Profilen und automatisierten Bot-Accounts zu einem zentralen Argument in seinem Versuch, aus der rund 44 Milliarden Dollar schweren Twitter-Übernahme auszusteigen. Twitter will vor Gericht erreichen, dass Musk zum Vollzug des Deals verpflichtet wird.
Eine Twitter-Sprecherin sagte laut US-Medienberichten, das Unternehmen habe zwar keinen Zugang zu den detaillierten Vorwürfen von Zatko, nach bisherigen Erkenntnissen wiesen diese jedoch viele "Ungenauigkeiten" auf. Twitter stehe weiterhin zu den bisher gemachten Angaben und Zatko sei wegen "schwacher Leistung" entlassen worden.

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