Als Zweitrat hat der Ständerat eine Motion angenommen, in der es darum geht, dass Schweizerinnen und Schweizer auch ohne App vor Gefahren gewarnt werden sollen. Oppositionslos hiess die kleine Kammer den Vorstoss der Aargauer FDP-Nationalrätin Maja Riniker gut. Die grosse Kammer hatte schon in der Wintersession zugestimmt.
Der Bundesrat muss nun eine gesetzliche Grundlage für den Einsatz der Cell-Broadcast-Technologie schaffen. Mit der Technologie können Informationen, beispielsweise im Falle von Naturkatastrophen, automatisch auf jedes Mobiltelefon gesendet werden, das sich in einem bestimmten Gebiet respektive im Bereich einer bestimmten Funkzelle befindet.
Derzeit werden Warnungen nur über Smartphones ausgespielt, wenn man eine
entsprechende App heruntergeladen hat. Damit erreicht man aber nicht alle Personen. Dies sei für die Schweiz als Tourismus- und Transitland jedoch wichtig. Mit der Cell-Broadcast-Technologie erreicht man nämlich auch ausländische Gäste schnell, schrieb Riniker in der Begründung ihres Vorstosses.
Der Bundesrat war mit dem Auftrag einverstanden. So zeigte etwa auch das Jahrhunderthochwasser in Deutschland im Jahr 2021, dass eine mehrschichtige und grossflächige Alarmierung notwendig sei, sagte Verteidigungsministerin Viola Amherd.