Schon seit 2023 macht die Hackerbande
Akira den Cyberraum unsicher. Die Ransomware-Gruppe scheint in letzter Zeit jedoch immer mehr Gefallen an der Schweiz zu finden. Wie inside-it.ch bereits berichtete, hat Akira alleine im September vier Schweizer Unternehmen attackiert,
darunter auch die Industriefirma Bugnard.
Nun schreibt auch das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) von einer steigenden Anzahl an Ransomware-Angriffen durch die Hackerbande und spricht von vier bis fünf Angriffen pro Woche ‒ eine Rekordzahl für die Schweiz. Ungefähr 200 Unternehmen seien der Gruppe schon zum Opfer gefallen, was Schäden in Höhe von mehreren Millionen Franken zur Folge gehabt hätte. Man gehe allerdings von einer gewissen Dunkelziffer aus, da viele Betroffene aus Angst vor Rufschädigung Lösegeld zahlen und auf Strafanzeigen verzichten würden.
Die Bundesanwaltschaft ermittelt diesbezüglich gemeinsam mit dem Bundesamt für Polizei (Fedpol) und dem Bacs und führt laut Mitteilung seit April 2024 ein Strafverfahren gegen Unbekannt, unter anderem wegen unbefugter Datenbeschaffung und Erpressung.
Angesichts Akiras erhöhter Aktivität in der Schweiz halten die Behörden Unternehmen dazu an, Cyberangriffe umgehend zu melden und Strafantrag zu stellen ‒ bevor sie übereilt Lösegeld zahlen und die damit Hacker unfreiwillig finanzieren. Eingereichte Strafanträge würden zudem die Chancen erhöhen, Cyberkriminellen wie Akira endgültig das Handwerk zu legen.