Seit Ende 2022 hat Künstliche Intelligenz stetig mehr Einzug in das Leben der europäischen Bevölkerung erhalten. Trotz der wachsenden Verbreitung gibt es bei der KI-Nutzung dennoch deutliche Unterschiede zwischen den Ländern. Eine Grafik von '
Visual Capitalist', basierend auf Daten von Eurostat and IAB UK, zeigt: Die Schweiz liegt mit einem Nutzungsanteil von 47% auf Rang drei und gehört damit zur europäischen Spitzengruppe.
Die Basis bildet der Anteil der Bevölkerung, der in den letzten drei Monaten KI-Tools genutzt hat. Die zehn Länder mit der höchsten Nutzung sind:
- Norwegen (56,3%)
- Dänemark (48,4%)
- Schweiz (47,0%)
- Estland (46,6%)
- Malta (46,5%)
- Finnland (46,3%)
- Irland (44,9%)
- Niederlande (44,7%)
- Zypern (44,2%)
- Griechenland (44,1%)
Nach den beiden skandinavischen Ländern und der Schweiz folgen mehrere kleinere und nordeuropäische Länder. Im Vergleich dazu schneiden grössere Volkswirtschaften schwächer ab und auch innerhalb der DACH-Region zeichnet sich ein deutliches Gefälle ab. Deutschland (32,3%) und das Vereinigte Königreich (34,3%) kommen jeweils nur auf rund ein Drittel der Bevölkerung mit aktueller KI-Nutzung. Österreich liegt mit knapp 40% zwar höher, bleibt aber hinter der Schweiz und mehreren anderen europäischen Ländern zurück.
In Südeuropa ist das Bild uneinheitlich: Während Griechenland und Zypern hohe Nutzungswerte erreichen, liegen Italien und die Türkei mit rund 20% deutlich tiefer. Spanien (37,9%) und Portugal (38,7%) bewegen sich im Mittelfeld. Am unteren Ende der Skala finden sich vor allem Länder in Südosteuropa. In Rumänien etwa hat weniger als jede fünfte Person in den vergangenen drei Monaten KI genutzt.
Jüngere treiben Entwicklung
Neben den geografischen Unterschieden prägt laut 'Visual Capitalist' auch das Alter die Nutzung. Jüngere Menschen würden wesentlich häufiger auf KI-Tools zurückgreifen. In einzelnen Ländern ist die tägliche Nutzung in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen bereits weit verbreitet. So liege etwa im Vereinigten Königreich der Anteil täglicher Nutzung bei den 15- bis 24-Jährigen deutlich über dem Durchschnitt.
Das deute darauf hin, dass sich KI insbesondere in Bildung und frühen Berufsphasen rasch etabliert – und die Verbreitung in den kommenden Jahren weiter zunehmen dürfte.