Schweizer "Cyber Risk Index" erreicht Rekordhoch

9. August 2023 um 13:29
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Illustration: Erstellt durch inside-it.ch mit Midjourney

Itris misst in einem Index die Cyberrisiken in der Schweiz. Nach dem Xplain-Hack und anderen Angriffen zeigt die Kurve steil nach oben.

Das Unternehmen Itris erstellt einen eigenen Index zu Cyberrisiken in der Schweiz. Ausgewertet werden Inhalte von Medien, Reaktionen von Internetnutzern sowie offizielle Informationen von Behörden. Im "Cyber Risk Index" werden alle Arten von Angriffen erfasst: von Ransomware über Phishing bis zu DDoS-Attacken.
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Cyber Risk Index. Grafik: Itris
In den vergangenen 3 Monaten ist der Index auf 112,0 Punkte gestiegen, schreibt Itris. Das entspricht einem Anstieg von 10% gegenüber Ende März, als er noch bei 101,9 Punkten lag. Damit sei der bisherige Rekordwert des Monats Januar 2022 übertroffen worden.
Für den Anstieg macht Itris mehrere Ursachen verantwortlich. In der Woche 25 (ab 19. Juni) registrierte das NCSC als Meldestelle 985 Meldungen zu Cyberangriffen. Auch das bedeutet einen neuen Rekord. Weiter werden der Xplain-Hack und seine Auswirkungen sowie die Welle von DDoS-Attacken als Gründe für den Anstieg aufgeführt.
Itris-CEO Christian Studer kommentiert den Index: "Die steigende Zahl spektakulärer Cyberattacken ist im Kontext des globalen Megatrends Cyberkriminalität zu sehen. Mit der zunehmenden Verlagerung von Daten und Diensten in die Cloud steigt auch das Risiko von Cyberangriffen auf diese Plattformen." Das deckt sich mit einer aktuellen Studie: Immer mehr Unternehmen sehen in der Software-Supply-Chain ein grosses Risiko und setzen sich verstärkt mit Cloud Native Security auseinander.

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