Das
Scion-Protokoll wurde von einem Team von Informatikern unter der Leitung von Professor Adrian Perrig an der ETH Zürich entwickelt. Dank der Technologie soll ein sicheres, leistungsfähiges und stabiles Internet für kritische Infrastrukturen gewährleistet werden. Dabei seien alle Aspekte von Scion auf die Sicherheit ausgelegt, erklärte Entwickler Perrig an einer Pressekonferenz zum Launch der Association. Eingesetzt wird die Technologie zum Beispiel im
Secure Swiss Finance Network von SIX und der Schweizer Nationalbank.
Mit der neu gegründeten Scion Association sollen nun die Vorzüge der Technik von einem gemeinnützigen Zusammenschluss getragen werden. Dabei sollen sich die teilnehmenden Institutionen für ein sichereres, leistungs- und widerstandsfähigeres Internet einsetzen. Die Vereinigung will dabei ein kollaboratives Ökosystem von Teilnehmern schaffen, das aus Unternehmen unterschiedlicher Grösse, der Open-Source-Community und der Forschungsgemeinschaft besteht. So soll das Potenzial von Scion vollständig ausgeschöpft werden.
Das Gremium soll in Zukunft die Entwicklung und Implementierung der Technologie vorantreiben, sie standardisieren, Zertifizierungskriterien aufstellen, Zertifizierungsdienste anbieten und praktische Schulungen durchführen. Darüber hinaus soll die Scion Association die Zusammenarbeit mit der Industrie fördern und die Open-Source-Community bei der Implementierung unterstützen. Die kommerzielle Umsetzung hingegen soll den Unternehmen im Scion-Ökosystem überlassen werden.
Die neue Vereinigung unter dem Vorsitz von Professor Perrig wird von Vanessa Wood, Andréa Maechler, Uli Sigg, Reto Francioni sowie Thomas Wellauer, Verwaltungsratspräsident der SIX Group, getragen. Unterstützt wird die Association zudem von einem Beirat aus hochrangigen Expertinnen und Experten sowie verschiedenen Führungskräften aus Unternehmen.