Seco gesteht Probleme bei Arbeitslosen-System ein

21. Januar 2026 um 13:43
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Foto: Karolina Grabowska / Unsplash+

Mitte Monat war noch die Rede von einer reibungslosen Umstellung beim System für die Arbeitslosenkassen. Nun gibt das Seco zu, dass die anfänglichen Probleme zu Verzögerungen geführt haben.

Aktuell mehren sich Meldungen über verzögerte Auszahlungen von Arbeitslosengeldern. Als Grund werden Probleme nach der Umstellung des IT-Systems zur Abwicklung von Leistungen der Arbeitslosenversicherung beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) genannt. Das Seco bestätigt in einer Mitteilung die Schwierigkeiten.
Das neue System Asal 2.0 sei über den Jahreswechsel in Betrieb genommen worden, führt das Seco aus. Seit dem 6. Januar 2026 würden die Arbeitslosenkassen ausschliesslich mit dem neuen Auszahlungssystem arbeiten. Anlässlich der Inbetriebnahme hatte es noch geheissen, die Betriebsunterbruchsphase sei planmässig beendet worden.
Nun gesteht das Staatssekretariat jedoch ein, dass in der Startphase technische Probleme aufgetreten sind. Sie seien zwischenzeitlich durch Spezialisten des Seco weitgehend gelöst worden. Jedoch verursachten die Nacharbeiten einen Stau bei den Kassen. Die Einführung von Asal 2.0 führe zudem für die Arbeitslosenkassen zu einem vorübergehend erhöhten operativen Aufwand und damit einer längeren Dossierbearbeitungszeit.
Jedoch versucht das Seco zu beschwichtigen, dass die Auszahlung der Arbeitslosengelder innerhalb der gesetzlichen Zahlungsfrist gewährleistet ist. Die Versicherten könnten selbst einen Beitrag zur Entspannung der Situation leisten, indem sie Unterlagen und Informationen über die E-Services auf der Plattform job-room.ch einreichen statt auf Papier. Die elektronische Übermittlung ermögliche eine raschere Verarbeitung und unterstütze die Arbeitslosenkassen dabei, die aktuell hohen Arbeitsvolumen schrittweise abzubauen, so das Seco. Update 23.01.: Das ursprüngliche Foto zum Artikel zeigte ein RAV-Zentrum. Es wurde gegen ein Symbolbild ausgetauscht.

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