2000 voll-automatisierte Kilometer habe der selbstfahrende Bus namens "Rhyder" in Schaffhausen zurückgelegt, frohlocken die Verantwortlichen um das Schaffhauser Swiss Transit Lab (STL), welches den autonomen Bus im April dieses Jahres an den Start brachte. Dieser verkehrt seitdem an 6 Tagen die Woche durch das Schaffhauser Mühltal, vom Bahnhof Nord zur Stahlgiesserei.
Die speziell für das Fahrzeug der Linie "STL Linie 13" ausgebildeten Sicherheitsfahrer hätten in weniger als 10% der Fahrzeit ins Fahrgeschehen eingreifen müssen, heisst es in der Mitteilung. Nötig gewesen sei das beispielsweise, wenn parkierte Fahrzeuge die Fahrspur blockierten oder Gräser und Büsche den Sensoren des Kleinbusses "einen Streich spielten".
Bis zum voll-autonomen Betrieb dauert es noch ein Weilchen
In den ersten vier Monaten habe das STL wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Zwar habe sich die eingesetzte Technologie bewährt und widrige Wetterbedingungen hätten zu keinen Problemen geführt. Dennoch sei man noch "ein Stück weit von einer vollständigen Automatisierung entfernt". Das STL schätzt aber, dass dies "in absehbarer Zeit" realistisch sei. Insgesamt sei der Betrieb "erfreulich" verlaufen.
Das derzeit einzige Projekt einer automatisierten Buslinie in der Schweiz
wurde 2021 ins Leben gerufen. Mit der sogenannten Dual-Mode-Technologie wurde ein handelsüblicher Toyota mit Sensortechnologie für automatisiertes Fahren aufgerüstet. Dual Mode deshalb, weil er sowohl autonom als auch von einer Fahrerin oder einem Fahrer gesteuert werden kann.