Sind Behördennetzwerke sicher genug?

22. Juni 2023 um 12:59
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Foto: Taylor Vick / Unsplash

Die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrats fordert einen sicheren Datenverkehr für Behörden und bundesnahe Organisationen. Ein möglicher Ansatz kommt aus der Schweiz.

Die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrats fordert in einem Postulat an den Bundesrat, dass dieser aufzeigt, wie ein sicherer Datenverkehr zwischen den Stellen der Bundesverwaltung, den bundesnahen Unternehmen, den Kantonen und den Betreibern von kritischen Bereichen aussehen soll. Dabei geht es den Politikerinnen und Politikern insbesondere darum, dass die genannten Verbindungen gegen Cyberangriffe geschützt sind.
Bislang kommunizieren die verschiedenen Organisationen über Stand­lei­tung­en oder in geschlossenen Netzwerken miteinander. Die Standleitungen würden zwar den Datenverkehr von Punkt zu Punkt schützen, nicht aber den Datenverkehr im Internet, warnen die Einreichenden. Auch wenn der Datenverkehr verschlüsselt erfolgt, ist er bei der Übertragung exponiert und kann entschlüsselt oder gestört werden. Deshalb wird Cybersicherheit in Kommunikationsnetzen immer wichtiger.
Die starke Häufung von zunehmend aggressiveren Attacken in der jüngsten Vergangenheit, insbesondere auf behördliche digitale Angebote, sei sehr besorgniserregend, heisst es im Postulat. In seinem Bericht soll der Bundesrat deshalb unterschiedliche Kommunikationsinfrastrukturen prüfen, die einen besseren Schutz gegen solche Angriffe gewährleisten.
Ein möglicher Lösungsansatz wird im Postulat auch gleich genannt: "Unter anderem soll ein Fokus auf den an der ETH Zürich entwickelten Kommunikationsstandard Scion gelegt werden." Die Verwaltung habe bereits Pilotprojekte mit einem sicheren Protokoll realisiert, schreiben die Politikerinnen und Politiker. Dabei verweisen sie auch auf eine Initiative der Schweizerischen Nationalbank: Diese hat sich dazu entschieden, die bestehende Netzwerkinfrastruktur mittelfristig durch das "Secure Swiss Finance Network" abzulösen.

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