Soko Maier: Die Programmiersprache der Zukunft

18. Mai 2022, 12:07
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Ab sofort nehme ich für Sie regelmässig Themen rund um Software und Programmiersprachen unter die Lupe. Heute gehe ich mit Ihnen auf die Suche nach der Entwicklersprache der Zukunft.

Eine neue Kolumne zum Thema Software-Entwicklung zu schreiben, ist einerseits ein sehr attraktives Angebot, andererseits aber eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Ich habe mich zum Beispiel gefragt: Was interessiert Sie als Leserin und als Leser wirklich? Welche Themen und Herausforderungen treiben Entscheiderinnen und Experten im Software-Bereich um? Was sind deren tägliche, mittel- und langfristigen Herausforderungen?
Mögliche Antworten und Meinungen zu diesen Fragen findet man im Internet zuhauf. Dabei steigt die schiere Zahl der publizierten Ansätze und Themen exponentiell an. Zudem findet auch in der Software-Welt der "One size fits all"-Approach keine Anwendung, sondern es muss für eine Entscheidung immer ein breiter Fächer an Aspekten beleuchtet werden. Kurzum: Selbst für mich wird es immer schwieriger, in solchen Kontexten nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Und genau hier möchte ich mit meiner neuen Kolumne "Soko Maier" unterstützen.
Oje, habe ich Sie jetzt schon abgehängt? Das war zu abstrakt, oder? Ok, dann starten wir doch einfach mit der Frage aller Fragen: "What's the next big thing?" oder auf Deutsch "Wo geht's lang im Software-Bereich?" Also: Welche Programmiersprache wird in Zukunft führend sein?
Eine in diesem Kontext in der Schweiz vielbeachtete Publikation ist der Swiss Developer Survey von Swiss Made Software. Schweizer Softwareentwickler können in dieser jährlichen Umfrage ihre favorisierten Sprachen auflisten. 'Heise' hingegen bezieht sich für ihre Trendaussage u.a. auf eine Studie von 'Red Monk'. Diese setzt die Beliebtheit einzelner Sprachen bei Entwicklern (erfasst von StackOverflow) in Beziehung zu den tatsächlich benutzten Sprachen (gemessen auf die Anzahl von Projekten auf GitHub). Und welche ist jetzt die zukünftig beste Programmiersprache?

Die Wahl der Sprache hängt von den Projektzielen ab

Die Wahl einer Entwicklungssprache basierend auf Adjektiven wie "einfach cool" oder "super easy" ist oft eine schlechte Entscheidung. Vielmehr hängt die Antwort von der Zielsetzung eines Projekts ab, zum Beispiel:
  • Möchten Sie im "Wettbewerb um die besten Kandidaten" aus der Masse herausstechen, indem Sie Bewerbern ein attraktives, innovatives Technologieumfeld bieten?
  • Haben Sie vor, im Rahmen Ihrer Digitalisierungsstrategie auch innovative Technologien aus dem Umfeld KI, Blockchain, IoT einzusetzen?
  • Stehen Sie vor der Qual der Wahl, weil Sie ein ein neues Softwareprojekt planen, das Sie auf eine möglichst nachhaltige Softwareplattform abstützen wollen?
  • Oder müssen Sie eine Bestandslösung auf eine alternative Softwareplattform migrieren?
  • Welchen Einfluss hat die Wahl einer Programmiersprache auf Ihre Kosten?
  • Benötigen Sie die Sicherheit, dass die Programmiersprache jetzt sowie in Zukunft eine so grosse Community von Entwicklern anzieht, so dass Sie auch in einigen Jahren noch genügend Spezialisten mit guten Kenntnissen in dieser Entwicklungssprache finden?
  • Soll im Umfeld der Sprache ein nachhaltiger Technologie-Stack existieren, der die effiziente Entwicklung und den sicheren Betrieb auch anspruchsvollster Lösungen garantiert?
  • Oder möchten Sie einfach nur Up-to-Date bleiben?
In den kommenden Sokos werde ich für Sie einige dieser Punkte mit der Brille sowohl einer Kundin wie auch als Anbieterin von Software-Dienstleistungen, Softwareprodukten, Plattformen und Frameworks näher beleuchten. Aber zu Beginn sollen die erwähnten Punkte helfen, die für Sie beste Programmiersprache zu finden.
Soko Maier ist die Software-Kolumne von inside-it.ch. Hier schreibt Karakun-CEO Elisabeth Maier regelmässig über Themen rund um Software und Programmiersprachen.

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