Solothurn will digitales Einreichen der Steuererklärung fördern

12. September 2024 um 08:06
  • politik & wirtschaft
  • e-government
  • Kanton
  • Solothurn
image
Foto: Kingsley Mgbachi / Unsplash

Die Regierung des Kantons hat Sparpläne über 60 Millionen Franken vorgelegt. Ein kleiner Teil davon betrifft die Steuererklärung: Das Ausdrucken wird bald unterbunden.

Der Solothurner Regierungsrat hat laut der Nachrichtenagentur 'Keystone-sda' 113 Massnahmen zur Verbesserung der Kantonsfinanzen um jährlich 60 Millionen Franken präsentiert. Eine Sanierung des Kantonshaushalts ist nach Angaben des Regierungsrats nötig, um finanzpolitisch handlungsfähig zu bleiben.

Halbe Million Franken Sparpotenzial pro Jahr

Eine dieser Massnahmen betrifft die über eTax ausgefüllten Steuererklärungen: Diese sollen künftig nur noch online eingereicht werden dürfen. Ausserdem werden Steuererklärungen auf Papier nicht mehr unaufgefordert verschickt. Eine halbe Million Franken pro Jahr will der Kanton mit diesen Vorhaben einsparen.
Auf Nachfrage erklärt Rino Curti, Kommunikationsverantwortlicher der Solothurner Staatskanzlei, dass keine generelle Onlinepflicht vorgesehen sei. Wer möchte, kann die "Steuererklärung entweder zu Hause ausdrucken oder beim Steueramt bestellen und diese dann auf Papier ausfüllen".

Wer digital ausfüllt, soll digital einreichen

Der Grossteil der Solothurner Bürgerinnen und Bürger nutzt aber heute schon die webbasierte Software eTax, wie Curti ausführt. Darüber können die Steuererklärungen mit Belegen "medienbruchfrei online an das Steueramt geschickt und so eingereicht werden". Aktuell würden dies aber nur 57% der Nutzerinnen und Nutzer tun. 43% drucken diese nach dem Ausfüllen mit eTax aus und reichen die Steuererklärung per Post ein.
Weil Letztere vom Steueramt wieder eingescannt werden müssen, verursacht dies Kosten, die der Kanton nun einsparen will. "Ab 2028 sollen mit eTax erstellte Steuererklärungen nur noch online eingereicht werden können. Es soll nicht mehr möglich sein, die so erstellte Steuererklärung auf Papier auszudrucken", erklärt Rino Curti.
(Mit Material von Keystone-sda)

Loading

Kommentare

Anmeldung wird geprüft …

Mehr zum Thema

image

Postfinance braucht Zustimmung für Stimmabdrücke

Postfinance ist mit einer Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht gescheitert. Für Stimmabdrücke von Kundinnen und Kunden benötigt das Unternehmen die Zustimmung.

publiziert am 21.10.2026
imageAbo

Zürich plant Phishing-Tests für 13'000 Angestellte

Das Amt für Informatik des Kantons Zürich will über 13'000 Verwaltungsangestellte mit Phishing-Simulationen für den Ernstfall sensibilisieren. Dafür soll eine Software angeschafft werden.

publiziert am 21.10.2026
image

Berner IT-Millionenprojekt ist schon in der Krise

Die Einführung des neuen Fallführungssystems im Kanton Bern verzögert sich massiv. Pilotprojekte wurden sistiert, Mehrkosten drohen.

publiziert am 20.10.2026
imageAbo

Bis zu 7 Milliarden für Swiss Government Cloud

Die Swiss Government Cloud nimmt Gestalt an. Das BIT startet die Ausschreibung für drei Infrastrukturen mit unterschiedlichem Datenschutzlevel. Dabei stehen 7 Milliarden im Raum.

publiziert am 20.10.2026