Wer auf die Hauptnummer der Kienser Stadtverwaltung anruft, hat bald eine Künstliche Intelligenz in der Leitung. Die Stadt nimmt ab Mittwoch, 17. Juni, einen digitalen Telefonassistenten in Betrieb, der rund um die Uhr Fragen der Bevölkerung beantwortet.
Damit können einfache Auskünfte oder Anfragen auch ausserhalb der Bürozeiten bearbeitet werden, wie die Stadt mitteilt. Zudem soll der KI-Assistent Wartezeiten verkürzen und Mitarbeitende von administrativen Routineaufgaben entlasten. Für die persönliche Beratung, die vorgängig vereinbart werden kann, soll so mehr Zeit bleiben. Während der regulären Öffnungszeiten stehe die Stadtverwaltung für komplexe Fragen weiterhin offen. Auch am Online-Schalter werden Anliegen bearbeitet.
KI versteht Schweizerdeutsch
Die Stadt will den KI-Assistenten schrittweise einführen. "Das System analysiert die Anfrage in Echtzeit", hiess es weiter, und: Es versteht Schweizerdeutsch. "Anrufende können ihr Anliegen daher in ihrem gewohnten Dialekt schildern."
Die KI beantworte die Frage selbst oder leite an die zuständige Fachstelle weiter. Könne sie das Anliegen nicht zuordnen oder bearbeiten, werde der Anruf während der Öffnungszeiten an einen Pool der Departementssekretariate weitergegeben. So soll bei Bedarf eine Ansprechperson persönlich erreichbar bleiben, hiess es weiter.
Der Umfang der Anliegen, welche die KI bearbeitet, soll nach der Einführung laufend wachsen. Das System wurde in den vergangenen Wochen getestet und starte nun in die Pilotphase. Im Verlaufe des Sommers werde die bisherige, temporäre Vermittlungsstelle im Einwohnerservice vollständig durch die KI ersetzt.