Stadtpolizei Zürich führt ersten Voicebot ein

21. August 2025 um 09:03
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Foto: Stadtpolizei Zürich

"Tom" soll Fragen an die Verkehrskontrollabteilung beantworten. Gebaut hat ihn Adnovum.

Nach einem Test seit Juli hat die Stadtpolizei Zürich den Voicebot "Tom" offiziell in Betrieb genommen. Eingesetzt wird er in der Verkehrskontrollabteilung und steht der Bevölkerung rund um die Uhr zur Verfügung. Damit sollen die Sachbearbeitenden der Zentralstelle für Verkehrs- und Ordnungsbussen entlastet werden.
"Tom" beantwortet laut Mitteilung die am häufigsten gestellten Fragen zu Abläufen und Fristen, wie etwa "Wie bekomme ich eine Bewilligung für die Zufahrt zur Altstadt rechts der Limmat?" oder "Wie lange habe ich Zeit, um meine Busse zu bezahlen?". Es handelt sich um ein rein informatives Angebot. Der Voicebot könne keine persönlichen Daten einsehen, weshalb auch keine Authentifizierung erforderlich ist.
"Erfordert ein Anliegen den Zugriff auf persönliche Daten, werden Anrufende während der Bürozeiten direkt mit einem Mitarbeitenden verbunden. So bleibt die individuelle Beratung gewährleistet", schreibt die Stadtpolizei. Bei der Entwicklung von "Tom" sei der Datenschutz konsequent berücksichtigt worden. Daten würden lediglich vorübergehend und nur in dem Umfang aufgezeichnet, wie es für die Erbringung der Dienstleistung unbedingt erforderlich ist.
Entwickelt hat "Tom" Adnovum, führt die Medienstelle auf Anfrage von inside-it.ch aus. Es sei der erste Voicebot, der bei der Stapo zum Einsatz komme. "Der Betrieb des Voicebots ist als Pilotprojekt für maximal ein Jahr vorgesehen. Er ist kein Teil eines bereits bestehenden Auftrags zur Entwicklung von Voicebots."
Adnovum hat sich in Zusammenarbeit mit Spitch schon länger auf Voicebots spezialisiert, die Verkehrsabteilungen und -ämter unterstützen und entlasten sollen. Diese können auch Dialekte und Akzente erkennen. So ist beim Strassenverkehrsamt Aargau ein Voicebot im Betrieb, der die häufigsten Fälle bearbeiten und 25% der Anrufe automatisch beantworten kann.



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