Lange zog sich die 69 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft hin. Seit dem vergangenen Oktober ist sie
in trockenen Tüchern – und hat nun erste Konsequenzen für die Belegschaft.
1900 Angestellte werden entlassen, berichtet 'The Verge'. Das sind 8% der gesamten Gaming Division von Microsoft. Die Mehrheit davon arbeitet bei Activision Blizzard, die Kürzungen treffen aber auch Mitarbeitende von Xbox und Zenimax. Weiter kommt es zu Abgängen auf der Chefetage von Activision Blizzard. Präsident Mike Ybarra und Chief Design Officer Allen Adham verlassen das Unternehmen.
'The Verge' zitiert aus einem internen Memo von Phil Spencer, CEO von Microsofts Gamingsparte: "Die Führung von Microsoft Gaming und Activision Blizzard ist bestrebt, eine Strategie und einen Ausführungsplan mit einer nachhaltigen Kostenstruktur auszuarbeiten, die unser gesamtes wachsendes Unternehmen unterstützt." Das führe zur "schmerzhaften Entscheidung" des Stellenabbaus. Künftig werden noch rund 20'000 Angestellte für die Gaming Division arbeiten.
"Routinemässige" Umstrukturierung bei Salesforce?
Ebenfalls Stellenkürzungen gibt es bei Salesforce. Vor einem Jahr traf es
bei einer ersten Entlassungswelle 10'000 der damals 79'000 Angestellten weltweit. Jetzt müssen weitere 700 ihren Arbeitsplatz räumen, berichtet das
'Wall Street Journal' (Paywall). Welche Bereiche es trifft, ist nicht bekannt. Salesforce reagierte bis anhin nicht mit einer Stellungnahme. Allerdings, so das 'WSJ', habe das Unternehmen aktuell auch rund 1000 freie Jobs ausgeschrieben. Die Entlassungen könnten deshalb mehr eine "routinemässige" Umstrukturierung sein, spekuliert das Wirtschaftsblatt.