Swisscom hat einen KI-Chatbot lanciert für Unternehmen und Verwaltungen, die ein generatives KI-Tool nutzen wollen, das komplett in Schweizer Rechenzentren betrieben wird. Der "Swiss AI Assistant", so Swisscom, ermögliche es unter anderem, Informationen aus unternehmenseigenen Dokumenten schnell auffindbar und nutzbar zu machen, zum Beispiel zum Beantworten von Fragen, zum Zusammenfassen von Inhalten oder zur Unterstützung bei der Texterstellung.
Das KI-Tool basiert laut Swisscom auf mehreren Open-Source-Sprachmodellen in unveränderter Form. Es würden keinerlei Unternehmensdaten zum Trainieren oder Verbessern von Grundlagenmodellen verwendet. In Zukunft sollen weitere Modelle zur Auswahl stehen, etwa auch
das Schweizer Sprachmodell Apertus.Die Einführung und Nutzung des Swiss AI Assistant sei ohne umfangreiche IT-Projekte möglich, verspricht der grösste Schweizer Telco. Es erfordere nur wenige Schritte, um Dokumente hochzuladen und den Chatbot zu konfigurieren. Die Nutzung erfolge im Self-Service und erfordere kein technisches Vorwissen. Je nach Bedarf stünden zudem Funktionen für Benutzer- und Zugriffsverwaltung zur Verfügung.
Anfänglich werden drei Standardpakete angeboten, für Kunden mit bis zu 10 Mitarbeitenden (149 Franken pro Monat), bis zu 50 Mitarbeitenden (399 Franken) und bis zu 100 Mitarbeitenden (799 Franken). Die teureren Pakete enthalten jeweils auch grössere Maximalmengen für Speicherplatz, sowie eine höhere Anzahl von KI-Assistenten pro User und Tokens pro Monat. Organisationen mit mehr als 100 Mitarbeitenden können individuelle Offerten anfordern.
Swisscom hofft, seine Kunden sowohl unter KMU als auch unter öffentlichen Verwaltungen zu finden. Auch für grössere Unternehmen aus regulierten Bereichen wie dem Finanz- oder Gesundheitswesen eigne sich der neue Chatbot.