Swissmedic sucht viel Know-how für die Digitalisierung. Bis zu 20'000 Personentage will die Anstalt bis 2028 für Planung, Steuerung und Beratung beziehen können – das würde bei einem Schnitt von 150 Franken pro Stunde bis zu 24 Millionen Franken kosten.
Swissmedic ist mit einem Pensum von rund 360 Vollzeitstellen für die Zulassung und Kontrolle von Arzneimitteln zuständig, soll aber auch den Markt überwachen und selbst Strafverfolgung betreiben können. Eine immens wichtige und aufwändige Aufgabe, für die die Anstalt viele Daten miteinander verknüpfen muss.
Swissmedic und die Public Cloud
Der Bundesrat hat deshalb im letzten Herbst eine Strategie genehmigt, laut welcher sich Swissmedic modernster digitaler Technologie bedienen soll. Dort ist auch zu lesen: "Die Arbeitsinfrastruktur besteht aus einer sinnvollen Mischung von privaten und öffentlichen Clouds". Bereits
im Juni 2022 hatte Swissmedic Public Cloud Services von Microsoft, Oracle und AWS für bis zu 25 Millionen Franken beschafft.
Das blieb nicht ohne Kritik, weil die Beschaffungsstelle Datenschutzbestimmungen lasch ausgelegt hatte.
Um der neuen Strategie zu genügen, sollen nun die Kernprozesse für Zulassung, Bewilligung und Marktüberwachung neu entwickelt werden. Dafür sucht Swissmedic die 20'000 Personentage für Projekte, agile Methodik sowie im Qualitätsmanagement und der IT-Beratung. Festgelegt ist in den Unterlagen neben den Programmiersprachen, Tools und Frameworks auch, dass AWS, Azure und Oracle ihre Clouds bereitstellen sollen.
Gesucht: Projektleiter und Qualitätsmanager
Die gesuchten Profile sind vielfältig und reichen von Projektleiter über Business Analysten bis zu Agile Coaches und ICT-Qualitätsmanager. Vor allem Personen mit Arbeitserfahrung zwischen drei und acht Jahren sollen infrage kommen. Sie sollen das interne Informatik-Team unterstützen. Die Informatik von Swissmedic ist ansonsten grossteils ausgelagert. Sie wird hauptsächlich vom Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) betrieben.