Thales angeblich erneut Opfer von Ransomware-Angriff

2. November 2022 um 09:55
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Foto: Josh Nuttall / Unsplash

Lockbit 3.0 behauptet, den französischen Rüstungskonzern erfolgreich angegriffen und Daten entwendet zu haben. Die Bande drohe mit deren Veröffentlichung, heisst es von Thales.

Anfang Jahr veröffentlichte die Ransomware-Bande Lockbit 2.0 Daten, die die Bande damals dem französischen Rüstungskonzern Thales gestohlen hatte. Laut Angaben des Konzerns seien es "Daten mit geringer Sensibilität" gewesen, und die eigenen IT-Systeme seien sicher.
Nun hat offenbar die Nachfolgegruppe Lockbit 3.0 erneut bei Thales zugeschlagen. Wie Thales selbst mitteilt, drohe die Ransomware-Bande, die angeblich gestohlenen Daten am 7. November zu veröffentlichen. Einen Beweis dafür, dass sie Zugriff auf Thales-Daten hatten, hätten die Cyberkriminellen aber noch nicht erbracht, zitiert die Nachrichtenagentur 'Reuters' einen Sprecher des Unternehmens.
Der Rüstungskonzern habe bislang noch keine Lösegeldforderung erhalten und habe eine interne Untersuchung eingeleitet, so der Sprecher. Ebenso sei die nationale Cybersicherheitsbehörde ANSSI informiert worden. Anzeige bei der Polizei habe man jedoch noch nicht erstattet.
Der französische Staat ist Miteigentümer des Rüstungskonzerns, der auch in Zürich einen Sitz hat. Die Bundesverwaltung, insbesondere das VBS, ist ein wichtiger Kunde, Thales erhielt unter anderem einen Auftrag für Richtstrahlausrüstung von Armasuisse.

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