Das Beiratstreffen Digitale Schweiz am 3. September stand unter der Leitung von Justizminister Beat Jans. Im Zentrum standen die digitale Souveränität der Schweiz und die Einführung der E-ID. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kantonen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft tauschten sich zu den aktuellen Herausforderungen aus.
Die digitale Transformation dürfe in keinem Fall auf Kosten von Sicherheit und Vertrauen gehen, heisst es in einer Mitteilung zum Treffen. Für das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) hätten diese stets Vorrang. Deshalb wurde die Einführung der E-ID verschoben.
Sicherheit der E-ID weiter erhöht
Aufgrund der neuesten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz werde derzeit die Sicherheit im Online-Ausstellungsprozess für die E-ID weiter erhöht. Namentlich durch den Einsatz von weiteren technischen Vorkehrungen sollen beispielsweise das Einschleusen von Schadsoftware auf dem Endgerät erschwert und die Erkennung von Deepfakes gestärkt werden.
Bundesrat Jans betonte, dass es auch Mut brauche, auf ursprünglich kommunizierte Termine oder Aussagen zurückzukommen. So riskiere man zwar eine kritische Berichterstattung, es sei aber wichtig, sich vom eigenen Kurs nicht abbringen zu lassen: Sicherheit und Vertrauen müssten immer an oberster Stelle stehen. Das E-ID-Programm arbeite nach diesem Grundsatz.
Eigene Wallet für E-ID-Testing
Wie das EJPD weiter mitteilte, kommt es im Vorbereitungsprozess zu einer Änderung. Für die Umsetzung der geplanten Governance Massnahmen werde die Swiyu Wallet künftig nur noch mit der produktiven Infrastruktur kompatibel sein.
Damit sich künftige ausstellende und prüfende Organisationen mit der Vertrauensinfrastruktur der E-ID vertraut machen und ihre Anwendungsfälle testen können, wird es für die heutige Public-Beta-Infrastruktur eine eigene Wallet geben. Die App heisst "Swiyu Sandbox Wallet" und ist für Android sowie iOS verfügbar. Um einheitlich zu kommunizieren, werde auch die entsprechende Umgebung künftig als Sandbox und nicht mehr als Public Beta bezeichnet.