Twitter und Apple offensichtlich auf Kriegsfuss

29. November 2022 um 10:34
letzte Aktualisierung: 29. November 2022 um 15:16
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Haben iPhone-User bald ausgetwittert? Foto: Bastian Riccardi / Pixabay.

Elon Musk hatte Apple den "Krieg" erklärt, nachdem der Konzern angeblich gedroht hat, den Onlinedienst aus seinem App-Store zu entfernen. Mittlerweile ist Musk wieder zurückgekrebst.


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Musks mittlerweile gelöschtes Meme.
"Apple hat damit gedroht, Twitter aus seinem App-Store zu entfernen, aber sie weigern sich, uns zu sagen, warum", schrieb Elon Musk auf Twitter. Er fügte seiner Aussage ein Meme hinzu, das ein Auto mit der Aufschrift "Elon" zeigt und eine Autobahnausfahrt in Richtung "den Krieg erklären" nimmt. Mittlerweile hat Musk den Tweet aber wieder gelöscht.
Musk twittert sich um Kopf und Kragen
Zuvor hatte der Twitter-Chef eine Reihe von Tweets abgesetzt, in denen er Apple Zensur und den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung vorwarf. Apple habe im Grunde genommen aufgehört, auf Twitter Werbung zu schalten, erklärte Musk und fragte: "Hassen sie die freie Meinungsäusserung in Amerika?" Es handle sich um einen Kampf um die Zukunft der Zivilisation, schwadronierte Musk. "Wenn die freie Meinungsäusserung in Amerika verloren geht, liegt nur noch die Tyrannei vor uns."
Ausserdem behauptete Musk, es sei ein Geheimnis, dass Apple, wie übrigens fast jeder Plattformbetreiber, 30% Provision auf alle Transaktionen verrechnet. Dabei ist dies seit über einem Jahrzehnt bekannt und wurde von Apple selbst transparent angekündigt.
Die Frage eines Nutzers, ob Apple die Verfügbarkeit von Twitter im App-Store bedrohe oder Forderungen zur Moderation von Inhalten stelle, beantwortete Musk mit "Ja". Eine Anfrage der Nachrichtenagentur 'AFP' an Apple wurde zunächst nicht beantwortet.

Wie weit geht freie Meinungsäusserung?

Der Tesla-Chef will die Inhaltsmoderation auf Twitter lockern und begründet dies mit der Wiedereinführung der freien Meinungsäusserung. Vor kurzem liess er das gesperrte Twitter-Konto von Donald Trump und andere umstrittene Twitter-Profile wieder einrichten, darunter die Konten des umstrittenen Psychologen Jordan Peterson und der konservativen Parodie-Seite "Babylon Bee", die sich über Transgender lustig gemacht hatten.
Laut der unabhängigen Organisation Media Matters haben inzwischen die Hälfte der 100 wichtigsten Werbepartner ihre Anzeigen in dem Netzwerk wegen Bedenken über die Entwicklung ausgesetzt oder "offenbar ausgesetzt". Die entscheidende Frage ist, wie Twitter künftig gegen Hassbotschaften und die Verbreitung von Falschnachrichten vorgehen wird.

Tweets zu Corona werden nicht mehr geprüft

Twitter geht nach der Übernahme durch Milliardär Elon Musk nicht mehr gegen Falschinformationen zum Coronavirus vor. Dies geht aus einer Mitteilung auf einer Twitter-Webseite hervor. Der Online-Dienst hatte 2020 Regeln aufgestellt, um die Verbreitung falscher und irreführender Informationen über das Virus und Impfstoffe zu unterbinden. Damit ist jetzt offenbar Schluss.
Update 16.15 Uhr: Abschnitt zu Covid-Tweets eingefügt.

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