Unispital Basel bricht geplante KIS-Beschaffung teilweise ab

18. April 2024 um 09:43
image
Foto: Wikimedia unter CC BY-SA 3.0 DEED

Die geplante Einführung einer offenen Datenplattform im Unispital Basel verzögert sich im besten Fall. Im schlechtesten Fall muss eine neue Lösung her. Die Beschaffung des neuen Klinikinformationssystems läuft weiter.

Noch im alten Jahr hat das Basler Unispital die Beschaffung eines neuen Klinikinformationssystems (KIS) ausgeschrieben. Geplant wurde zweigleisig: Einerseits sollte ein neues KIS als Nachfolger für Meona eingeführt werden. Andererseits wollten die Basler mit einer neuen Datenplattform eine zentrale Infrastruktur für das Verwalten, Speichern und den Austausch von Gesundheitsdaten nach dem Standard openEHR schaffen.

Doch keine Datenplattform?

Aus zweiterem wird nun nichts. Wie der Beschaffungsplattform Simap zu entnehmen ist, hat das Unispital Basel die Beschaffung der Datenplattform Mitte April abgebrochen. Kein Angebot habe die "technischen Spezifikationen oder die weiteren Anforderungen erfüllt", heisst es dort.
Auf Nachfrage erklärt Nicolas Drechsler, Leiter Kommunikation am Unispital Basel, dass man nun die Ausschreibungsergebnisse intensiv analysiere und "eine freihändige Vergabe" prüfe. Dies werde "im Rahmen aller möglichen Optionen evaluiert".

KIS-Beschaffung an sich läuft weiter

Auf die Frage, ob ohne Datenplattform geplant werde, schreibt Drechsler, dass "zu diesem Zeitpunkt keine Aussage möglich" sei. Es bleibe aber bis zum Abschluss der Evaluation weiterhin das ZIel, "eine offenen Datenplattform auf einem bekannten und etablierten Standard zu schaffen", so Drechsler.
Die Beschaffung des Klinikinformationssystems als solches läuft derweil wie gehabt weiter. Der Zuschlag sei "nach Abschluss der Analyse und Evaluationsphase" zu erwarten.

Loading

Mehr zum Thema

image

SRG stellt Archiv Schweizer KI zur Verfügung

Die SRG-Geschäftsleitung will KI-Bots von Big Tech blockieren. Stattdessen soll das audiovisuelle Archiv für das Training von Apertus genutzt werden.

publiziert am 10.8.2026
imageAbo

So viel Strom verbraucht das Supercomputing-Zentrum

Das CSCS in Lugano schreibt seinen Energiebezug neu aus. Mit dem Supercomputer Alps ist der Strombedarf deutlich gestiegen.

publiziert am 10.8.2026
imageAbo

Neun IT-Firmen erhalten Aufträge von Pronovo

Pronovo, verantwortlich für die Förderprogramme für erneuerbare Energien, braucht einiges an externer Unterstützung und gibt dafür bis zu acht Millionen Franken aus.

publiziert am 7.8.2026
image

KI hat vermehrungsfähige echte Viren designt

Es geht hier nicht um Computerviren, sondern die realen Viren, die unter anderem Krankheiten erregen können.

publiziert am 7.8.2026