Die Begeisterung für KI bei europäischen Unternehmen steigt. Zu diesem Schluss kommt zumindest eine Studie, die Strand Partners im Auftrag von AWS durchgeführt hat. 75% der Befragten gaben an, dass der Einsatz von KI den Ertrag gesteigert hat. Etwa gleich viele glauben, dass Künstliche Intelligenz Geschäftsprozesse optimiert und Innovationen fördert.
Befragt wurden 14'000 Unternehmen in der EU, in Grossbritannien und in der Schweiz. Laut Studie hat nicht nur die Begeisterung zugenommen, sondern auch der tatsächliche Einsatz von KI. Waren es 2022 noch ein Viertel der Befragten, die KI-Lösungen bereits eingeführt hatten, stieg der Anteil im vergangenen Jahr auf über ein Drittel. Halte dieses Tempo an, liege die KI-Abdeckung in Unternehmen bis 2030 bei 75% oder mehr, prognostizieren die Studienautoren.
Das sei ein Milliardenpotenzial, prognostiziert Tanuja Randery, AWS-Managerin EMEA, im Vorwort. "Der Report berechnet, dass die Beibehaltung dieses Tempos der KI-Einführung bis zum Jahr 2030 zusätzlich umgerechnet 560 Milliarden Franken an Bruttowertschöpfung zur europäischen Wirtschaft bis 2030 beitragen könnte. Sollte diese Zahl erreicht werden, würde die geschätzte wirtschaftliche Gesamtauswirkung der Technologieeinführung in der Region bis 2030 auf 3,1 Billionen Franken ansteigen ", so die euphorische Managerin.
Allerdings gibt es Einschränkungen: Vom KI-Einsatz würden bis jetzt vor allem grosse Unternehmen profitieren. "KMU berichten von erheblichen Hindernissen bei der Einführung von KI, darunter die Suche nach den richtigen Talenten, regulatorische Bedenken und die Kosten der Implementierung", hält die Studie fest. Das Erlangen wie auch die Förderung von digitaler Kompetenz sei deshalb besonders zentral: "Zwei von drei Wirtschaftsführern gehen davon aus, dass in 5 Jahren die digitalen Fähigkeiten eines Bewerbers bei der Einstellung wichtiger sein werden als sein Hochschulabschluss."