Vier neue Informatik-Professuren an den ETHs

22. Mai 2026 um 11:44
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Hauptgebäude ETH Zürich. Foto: Alessandro Della Bella / ETH Zürich

Die Informatikeinheiten der ETH Zürich und EPFL erhalten jeweils zwei neue Professuren. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen maschinelles Lernen und Künstlicher Intelligenz.

Der ETH-Rat hat 6 Professorinnen und 13 Professorinnen ernannt sowie 5 Personen den Titel Professor verliehen, wie er mitteilt. Davon stärken zwei das Departement Informatik der ETH Zürich und zwei die Fakultät für Informatik und Kommunikation der EPFL. In den letzten 12 Monaten habe der ETH-Rat insgesamt 25 Frauen und 27 Männer neu ernannt, was einem Frauenanteil von 48% entspreche.
Shivaram Venkataraman von der University of Wisconsin-Madison wird ausserordentlicher Professor für Informatik am Departement Informatik. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Entwicklung von Systemen und Algorithmen für die Analyse grosser Datenmengen und für maschinelles Lernen. Insbesondere konzentriere sich seine Forschung auf die Reduktion des Ressourcenbedarfs für das Training von ML-Modellen. Mit ihm werde der Bereich Computer- und KI-Systeme gestärkt, insbesondere im Datenmanagement auf moderner Hardware sowie auf dem Gebiet der Cloud-Architekturen als Grundlage heutiger KI-Systeme.
Fan Yang wird zur ausserordentlichen Professorin für Informatik am Departement Informatik befördert. Sie befasse sich mit der mangelnden Robustheit vieler ML-Modelle, die bei neuen Daten zu unerwarteten Vorhersagefehlern führt. Sie untersuche, wann man Vorhersagen vertrauen kann und welche Eigenschaften Modelle über die durchschnittliche Genauigkeit hinaus erfüllen sollten. Mit ihrer Berufung erhalte das Departement eine vielversprechende Expertin im Bereich Data Science.
Nicolas Flammarion, zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessor an der EPFL, wird zum ausserordentlichen Professor für Informatik und Kommunikationssysteme an der Fakultät für Informatik und Kommunikation befördert. Seine Forschung im Bereich maschinelles Lernen und KI verbinde theoretische Grundlagen mit algorithmischen Praktiken und sei für eine Vielzahl wissenschaftlicher Disziplinen ausserhalb der Informatik von Nutzen. Ziel sei es, eine solide wissenschaftliche Grundlage für KI-Sprachmodelle zu schaffen, um diese effizienter, kostengünstiger, sicherer und zuverlässiger zu machen. Er spiele eine zentrale Rolle in der Lehre an der EPFL, an der er sich auch anderweitig vielfach engagiert.
Der ETH-Rat ernennt Mathieu Salzmann, zurzeit Leitender Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der EPFL, zum Titularprofessor an der Fakultät für Informatik und Kommunikation. Er ist Deputy Chief Data Scientist am Swiss Data Science Center. Er forscht im Bereich maschinelles Lernen und Deep Learning, mit besonderem Schwerpunkt auf Computer Vision. Durch seine Ernennung stärke die EPFL den Bereich maschinelles Lernen und Bildverarbeitung.

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