Die Zahlungsplattform Visa übernimmt das Security-Unternehmen Biocatch, das 2011 in Tel Aviv gegründet wurde. Gemäss Mitteilung wurde am 3. August eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Biocatch entwickelt Lösungen für verhaltensbasierte Betrugserkennung und unterhält Niederlassungen in Tel Aviv, London, New York, São Paulo, Mexiko-Stadt, Mumbai und Sydney. Der Kaufpreis beträgt 2,4 Milliarden US-Dollar in bar.
Mit der Akquisition will Visa bestehende Lösungen in den Bereichen Cybersicherheit, Betrugsprävention und Risikomanagement ergänzen. "Seit seiner Gründung entwickelt Biocatch innovative KI-Lernverfahren, die Tausende von Anwendungs-, Verhaltens-, Geräte- und Netzwerksignalen – wie Tastatureingaben, Touch-Gesten und Gerätenutzung – analysieren, um Betrug zu erkennen und legitime Nutzer in Echtzeit von Betrügern zu unterscheiden", schreibt Visa. Die Lösungen von Biocatch würden weltweit 1,8 Milliarden Geräte sowie 760 Millionen Nutzerinnen und Nutzer schützen. Dazu würden als Kunden über 350 Banken in 21 Ländern, darunter mehr als 100 der grössten Banken weltweit gehören.
Visa habe in den letzten fünf Jahren "über 13 Milliarden US-Dollar in Technologie und Infrastruktur investiert, um die Integrität des Zahlungsverkehrssystems zu gewährleisten und den Rückgang der Betrugsraten zu beschleunigen". Wie
'CNBC' anmerkt, sei die Übernahme auch ein weiterer Schritt von Visa zur Erweiterung seines Geschäfts mit Mehrwertdiensten, das Software zur Betrugsprävention, Cybersicherheit und Analytik an Finanzinstitute verkauft. Dieses habe sich zu einem der am schnellsten wachsenden Geschäftsbereiche des Unternehmens entwickelt.
"Diese Akquisition ist Teil unserer Strategie, Kunden bei der Prävention von Cyberbedrohungen zu unterstützen und Vertrauen in jede Transaktion zu schaffen", sagte Andrew Torre, Präsident des Bereichs Mehrwertdienste bei Visa, in der Mitteilung. Die Übernahme soll voraussichtlich bis zum Ende des zweiten Geschäftsquartals von Visa im Jahr 2027 abgeschlossen werden.