VMware verliert 3 Top-Manager

13. Dezember 2022, 11:12
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Tom Gillis gibt seinen Posten als General Manager der Networking und Advanced Security Business Group ab. Foto: VMware (komplettiert mit DallE)

Tom Gillis, Mark Lohmeyer und Ajay Patel werden das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen. Sie alle waren für Wachstumsprodukte verantwortlich.

Gegenüber dem britischen Tech-Magazin 'The Register' erklärte der Cloud-Anbieter, dass Tom Gillis, Mark Lohmeyer und Ajay Patel "beschlossen haben, VMware zu verlassen, um sich neuen Möglichkeiten zuzuwenden". Gillis war Senior Vice President und General Manager der Networking und Advanced Security Business Group. Lohmeyer war General Manager der Cloud Infra­structure Business Group des Unternehmens und Patel Vizepräsident der Geschäftsgruppe für Modern Application und Management.
Um die Abgänge zu ersetzen, wurden gemäss 'The Register' 4 Mitarbeitende aus dem Unternehmen befördert. So soll Umesh Mahajan neu die Leitung der Geschäftsgruppe Networking und Advanced Security übernehmen. Krish Prasad soll für die Geschäftsgruppe Cloud-Infrastruktur verantwortlich sein, während Purnima Padmanabhan den Bereich moderne Anwendungen und Management leitet. Jason Rolleston soll zudem die Geschäftseinheit Security übernehmen, schreibt das Medium.

Führungskräfte in Wachstumsmärkten

Nur wenige Anbieter würden in kürzester Zeit 3 leitende Angestellte mit einer guten Erfolgsbilanz verlieren, schreibt 'The Register'. Gegenüber dem Magazin räumte VMware deshalb auch ein, dass die bevorstehende Übernahme durch Broadcom und die Änderung des Unternehmensfokus auf ein Multi-Cloud-Management auch weitere Veränderungen mit sich bringen würden.
Sowohl Tom Gillis, als auch Mark Lohmeyer und Ajay Patel waren als Füh­rungs­kräfte für Produkte verantwortlich, die von VMware als Quellen für zukünf­ti­ges Wachstum bezeichnet wurden. Dennoch verzeichnete VMware im Ver­gleich zum Vorjahr ein eher laues Wachstum. In dieser Zeit hat das Unternehmen aber auch mehrere wichtige Produkt­ver­öffen­tlich­ungen vorgestellt, so dass die Kundschaft keinen guten Grund hatte, ihre Ausgaben zu erhöhen.

Preise steigen wohl langfristig

Die Abgänge der Führungskräfte kommen zu einem Zeitpunkt, in denen Broadcom immer wieder bestreitet, dass Preiserhöhungen für die VMware-Produkte geplant seien oder bestimmte Marktsegmente in Zukunft nicht mehr bedient werden sollen. Beide Taktiken hat das Unternehmen bereits bei den Übernahmen von CA und Symantec angewandt.
Der Marktforscher Gartner aktualisierte am 2. Dezember seine Prognosen für VMware-Kunden und wies darauf hin, dass Broadcom zwar nicht die gleiche Taktik wie bei früheren Übernahmen anstrebe, die Kunden den Preisdruck aber dennoch verspüren würden. "Wir gehen davon aus, dass Broadcom zunächst versuchen wird, die Ausgaben der Kunden durch die Ausweitung der Nutzung von VMware-Produkten zu erhöhen", heisst es in der Empfehlung des Unternehmens.
Während VMware-Kunden diesen Ratschlag erst mal verdauen müssen, hat sich Broadcom letzte Woche mit einem Brief (PDF) an die Mitglieder der VMware User Group (VMUG) gewandt und ihnen mitgeteilt, dass auch bestimmt alles "gut" werden wird. Bis es so weit ist, dürften allerdings noch einige Monate vergehen, denn die EU wird den 61-Milliarden-Deal wohl umfassend untersuchen.

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