Am 15. Dezember 1995 wurde die Suchmaschine Altavista vorgestellt. Der Dienst wurde von Louis Monier, Joella Paquette und Paul Flaherty im Rahmen des Forschungsprojekts Digital Equipment Corporation (DEC) entwickelt. Die Engine war eine der ersten, die Volltextrecherchen nach relevanten Seiten im Internet durchführen konnte.
Dafür nutzte Altavista einen Ranking-Algorithmus, der Meta-Tags auf HTML-Seiten auswerten konnte. Gleichzeitig wurden Textfragmente indexiert und für die Einordnung der Links auf einer Ranking-Position herangezogen.
Der Dienst bestach insbesondere durch 2 Innovationen, die ihn von der damaligen Konkurrenz unterschieden haben: Zum einen verwendete er einen schnellen Multi-Thread-Crawler, der mehr Websites durchsuchen konnte, als man damals glaubte. Und zum anderen verfügte er über eine effiziente Backend-Suche, die auf moderner Hardware lief.
Rapider Auf- und Abstieg
Altavista wurde schnell zur beliebtesten Suchmaschine im World Wide Web. 1998 wurde aus dem Forschungsprojekt ein eigenständiges Unternehmen. Zuerst wollte sich das Startup zu einer Art Web-Portal transformieren. Als dies nicht gelang, konzentrierte man sich wieder auf die Suche.
Mit dem Ende des Jahrhunderts geriet der Service aber immer stärker von Google unter Druck. Die eigene Suche erfasste deutlich weniger Websites als die der Konkurrenz. Deshalb wurde der Service schlussendlich verdrängt.
Zwar versuchte Altavista noch einmal zurückzukommen, scheiterte jedoch auch mit der Suchmaschine "Raging Search". 2003 wurde das Unternehmen von Yahoo gekauft. Ab 2010 wurden alle Suchanfragen direkt an den Mutterkonzern weitergeleitet. Im Sommer 2013 wurde der Betrieb eingestellt.
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